06.09.2018 07:47 |

Todesfall bestätigt

Nach Fukushima-GAU: Arbeiter erlag Lungenkrebs

In Japan ist erstmals ein Todesfall in Zusammenhang mit der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 bekannt gegeben worden. Ein Arbeiter sei beim Einsatz an dem Unglücksreaktor atomarer Strahlung ausgesetzt gewesen und habe dadurch Lungenkrebs entwickelt, teilten die Behörden mit. Der Mann sei nun verstorben.

Der Arbeiter sei von März bis Dezember 2011 an der Unglücksstelle im Einsatz und dort vor allem für Strahlenmessung zuständig gewesen, hieß es am Donnerstag. Nach Angaben der Agentur Jiji hat die Regierung bereits in vier Fällen Schmerzensgeld für Krebserkrankungen nach der Fukushima-Katastrophe gezahlt. Dies sei nun der erste bestätigte Todesfall.

Kernschmelze nach Beben und Tsunami
Im Atomkraftwerk Fukushima war es am 11. März 2011 nach einem schweren Erdbeben und einem Tsunami zur Kernschmelze gekommen. Radioaktivität trat aus und verseuchte weite Gebiete. Es war das schwerste Atomunglück seit jenem von Tschernobyl 1986.

Strahlenbelastung nach wie vor extrem hoch
Die Strahlenbelastung in den Gebieten rund um die drei geschmolzenen Reaktoren ist weiterhin extrem hoch, was den Abbau der Anlage verlangsamt. Die Gesamtkosten für Stilllegung, Dekontaminierung und Entschädigungszahlungen könnten sich Schätzungen zufolge auf umgerechnet mehr als 150 Milliarden Euro belaufen. Die Betreiberfirma Tepco rechnet mit einer Zeitspanne von 30 bis 40 Jahren.

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