Mi, 26. September 2018

In der Steiermark

27.08.2018 21:28

Unfälle häufen sich: Traktor als große Gefahr

„Mann von eigenem Traktor erdrückt“ oder „59-Jähriger starb bei Absturz mit Traktor“! Diese Horrormeldungen und viele weitere Unfälle mit dem landwirtschaftlichen Gerät gab es zuletzt verstärkt, wie auch Hannes Windhaber aufgefallen ist

Der Maschinenring Steiermark verleiht Großgeräte wie eben Traktoren an Landwirte. Hannes Windhaber, geschäftsführender Obmann des Bereichs Hartbergerland, weiß, warum die Unfallstatistik in der Steiermark in den letzten Wochen derartig in die Höhe schnellte. „Die Routine ist ein großes Problem. Viele Bauern fahren ihre Wiese seit 20 Jahren gleich an, haben sich aber gerade einen größeren und stärkeren Traktor gekauft, auch die Hänger werden immer schwerer.“

8000 statt 3000 Liter
Aber auch die lange Trockenheit birgt große Gefahren. „Zuerst ist es heuer oft nass gewesen, danach lange trocken. Die Gefahr, dass dann eine Wiese reißt, sprich, dass sich die obere Schicht löst, ist enorm und schwer einzuschätzen“, betont Windhaber. Auch Selbstüberschätzung ist ein Thema: „Ich sehe es immer wieder bei uns: Da kommen Leute, die ein weit größeres Leihgerät mit einem Güllefass nehmen, das statt 3000 nun 8000 Liter fasst. Da sind Unfälle vorprogrammiert.“

Auf Reifen achten
Und ein Crash wird ganz schnell teuer: „Ein kaputte Kabine kostet schnell einmal 20.000 Euro, auch das Güllefass bewegt sich bei einem Schaden schnell in Richtung 10.000 Euro“, weiß Windhaber, der darüber froh ist, dass die Traktoren mittlerweile mit lebensrettenden Gurten ausgestattet sind. „Ältere Modelle haben leider noch keinen Gurt, da ist die Gefahr natürlich größer, dass man herumgeschleudert wird.“ Und: „Auch auf die Reifen achten. Nach 4000 Stunden sind die fertig, da sollte man sie wechseln.“

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch

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