Mi, 19. September 2018

Erstmals seit 4 Jahren

27.08.2018 13:24

Flüchtlingsboot schaffte es bis nach Australien

Fast vier Jahre sind verstrichen, ehe am Sonntag erstmals wieder ein Flüchtlingsboot die Küste Australiens erreicht hat. Die Insassen des vietnamesischen Schiffs flohen nach ihrer Ankunft nahe der Mündung des Daintree Rivers nördlich von Cairns im Bundesstaat Queensland in einen Mangrovenwald. 15 Personen, die sich laut Polizei „bei bester Gesundheit“ befanden, konnten bis Montag geschnappt werden, bis zu 20 Menschen gelten noch als vermisst.

Der Wald am Daintree River ist Lebensraum zahlreicher gefährlicher Raubtiere und Reptilien, vor allem leben dort Krokodile und Giftschlangen. „Ich hoffe, dass die Menschen, wie viele auch immer es sind, gefunden werden - das ist keine angenehme Gegend, in der sie da sind“, sagte der Chef der örtlichen Rettungsdienste, Peter Rinaudo.

Letztes Migrantenboot kam 2014 an
Innenminister Peter Dutton sagte, das Flüchtlingsschiff sei aus Vietnam gekommen. Es sei das erste Flüchtlingsboot seit 2014, das Australien erreicht habe. Dutton machte keine Angaben zur Zahl der Insassen oder deren Nationalitäten. Die Behörden würden sich darum kümmern, dass die Flüchtlinge in ihre Herkunftsländer zurückgebracht würden.

Australien lässt Flüchtlinge nicht ins Land
Australien lässt Bootsflüchtlinge grundsätzlich nicht ins Land. Stattdessen werden sie entweder zurückgeschickt oder in Lagern auf der zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel Manus und auf der Pazifikinsel Nauru interniert. Dort landen sogar anerkannte Asylwerber. Anerkannte Flüchtlinge will Canberra von den Lagern in Drittstaaten umsiedeln.

 krone.at
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