Mo, 19. November 2018

Der Jüngste ist elf

23.08.2018 07:56

Video: Der Terroristen-Nachwuchs in Tschetschenien

In Russlands Unruheregion Tschetschenien war es am Montag zu mehreren Angriffen auf Polizisten gekommen. Vier von fünf Angreifern wurden dabei erschossen, fünf Polizisten sind verletzt. Kurze Zeit später bekannte sich der Islamische Staat zu den Anschlägen. Besonders schockierend: Die Attentate sollen, wie ein Video zeigt, von jungen Burschen ausgeführt worden sein. Der Jüngste dürfte erst elf Jahre alt sein. 

Die Attacken ereigneten sich am Montagvormittag in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny sowie den Ortschaften Schali und Mesker-Jurt. In einem Fall habe ein Angreifer drei Polizisten mit dem Auto überfahren, die ihn stoppen wollten. Ein Attentäter habe sich in die Luft sprengen wollen, seine Bombe habe aber nicht gezündet. Die russischen Behörden bestätigten mittlerweile, dass es sich bei den Angreifern „um sehr junge Männer gehandelt habe“. 

Der Jüngste ist erst elf Jahre alt
Der jüngste Bub soll erst elf Jahre alt sein, glaubt man dem IS-Propagandavideo. Darauf sind die Burschen zu sehen, wie sie mit erhobenem Messer und einem Smartphone mit IS-Flagge dem Terroristenanführer Abu Bakr al-Baghdadi die Treue schwören, berichtet die „Daily Mail“. Außerdem bezeichnen sie sich als „Muhadscheddin des Kaukasus“.

Veröffentlicht wurde das Video von der Agentur Amaq, die dem IS nahe steht und immer wieder Videos der Terrormiliz verbreitet. Auch Kindersoldaten waren in den Videos immer wieder zu sehen gewesen.

„Lage in Grosny und Tschetschenien absolut stabil“
Der Präsident Tschetscheniens, Ramsan Kadyrow, erklärte nach den Attentaten, die Angreifer hätten das islamische Opferfest stören wollen. Das sei ihnen aber nicht gelungen. „Die Lage in Grosny und Tschetschenien ist absolut stabil.“ Seit den Tschetschenien-Kriegen beherrscht Kadyrow als Statthalter Moskaus die muslimisch geprägte Region mit diktatorischen Mitteln. Trotzdem gibt es im Nordkaukasus immer noch einen islamistischen Untergrund, welcher auch durch die Rückkehr von ehemaligen IS-Kämpfern aus Syrien und dem Irak zunehmend stärker und radikaler wird.

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