Mo, 20. August 2018

Vater flüchtete

09.08.2018 07:45

Bub stirbt, weil er Müsli mit Drogen verwechselt

Ein achtjähriger Bub aus dem US-Bundesstaat Indiana ist gestorben, weil er Drogen für Müsli gehalten hat. Als der Vater realisierte, was passiert war, rief er aus Angst vor den Konsequenzen nicht die Polizei und flüchtete später sogar.

Der Achtjährige war bei seinem Vater zu Hause. Wie die „Seymour Tribune“ berichtete, soll der hungrige Bub auf der Suche nach Essen in der Küche auf einen Teller mit Crystal Meth gestoßen sein. Da es sich bei der Portion nicht um eine kristallartige, sondern eine braune Variante von der Droge handelte, könnte er sie bei schlechter Beleuchtung mit Müsli verwechselt haben, glaubt die Polizei. 

Vater rief statt Rettung eine Bekannte an und drohte ihr mit Waffe
Als sich der Achtjährige nach dem Essen merkwürdig verhielt, seinen Kopf immer wieder auf den Boden schlug und sein eigenes Gesicht zerkratzte, bemerkte der Vater, was geschehen war. Doch anstatt den Notruf zu wählen, rief er eine Bekannte an. Als diese gegen 11 Uhr eintraf und die Polizei rufen wollte, soll ihr der Vater das Handy aus der Hand gerissen und gesagt haben, er gehe nicht mehr ins Gefängnis zurück. Als er ihr schließlich mit einer Waffe drohte, soll die Frau geflüchtet sein.

Bub hatte das 180-Fache einer tödlichen Menge Meth im Körper
Weil sich der Zustand des Buben allerdings immer weiter verschlechterte, brachte der Vater das Kind zu den Großeltern. Diese riefen den Rettungsdienst, als der Achtjährige blau anlief und das Bewusstsein verlor. Im Krankenhaus starb der Bub kurze Zeit darauf. Laut einer toxikologischen Untersuchung hatte der Kleine das 180-Fache einer tödlichen Menge Methamphetamin in seinem Körper.

Noch vor dem Eintreffen der Rettung versuchte der Vater zu flüchten. Später redete er sich auf Putzmittel heraus, das der Bub zu sich genommen haben soll. Die Polizei fand allerdings das Crystal Meth im Haus des Mannes. Ihm drohen für seine Fahrlässigkeit nun bis zu 40 Jahre Gefängnis.

 krone.at
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