Do, 16. August 2018

„Rasche Hilfe“

04.08.2018 21:21

Unwetter verursachte rund 12 Millionen € Schaden

Nach dem verheerenden Unwetter in Pettneu am Arlberg und dem Ortsteil Schnann geht LH Günther Platter nach einem Lokalaugenschein von zehn bis zwölf Millionen Euro Schaden aus - ohne noch die Höhe der Schäden an der Bahnstrecke zu kennen. Der Landeshauptmann verspricht aber rasche und unbürokratische Hilfe.

„Die gute Nachricht vorweg: Es sind keine Personen zu Schaden gekommen und auch keine Wohngebäude zerstört worden. Unglaubliches Glück hatten Wanderer, die kurz zuvor im betroffenen Gebiet unterwegs waren. Zum Teil erheblich sind die durch Überflutungen in Kellern und Wohnräumen verursachten Sachschäden sowie Verschmutzungen an Hausfassaden und Beschädigungen von Brückenanlagen“, berichtet Platter. Noch höher seien die Schäden an Betriebsanlagen im Gewerbepark Schnann, die durch das rückgestaute Wasser der Rosanna teilweise bis zu zwei Meter unter Wasser gesetzt wurden. „Allein bei den Betrieben müssen wir mit einer Schadenssumme von mindestens vier Millionen Euro rechnen. Besonders schwer erwischt hat es dabei die Metzgerei Wetter Wild Österreich. Nicht mit eingerechnet sind die Schäden an Privathäusern, die Instandsetzung von Straßen und Wegen und der beschädigten vier Brücken sowie die Kosten für den Abtransport des Murenmaterials. Ohne noch die Höhe der Schäden an der Bahnstrecke zu kennen, müssen wir von zehn bis zwölf Millionen Euro Schadenssumme ausgehen", zieht der Landeshauptmann eine erste vorsichtige Bilanz.

Soforthilfemaßnahmen sollen rasch beschlossen werden
Außer Diskussion steht für LH Platter, dass allen Betroffenen rasch geholfen wird: „Wie bei bisherigen Ereignissen, werden wir auch diesmal rasch und unbürokratisch Hilfe leisten und die entsprechenden Beschlüsse in der Sitzung der Tiroler Landesregierung am 15. August treffen. Wir werden dort die Abgeltung der Schadenssummen mit Mitteln des Katastrophenfonds beschließen und eine Sofortauszahlung von 50 Prozent des Landesanteils veranlassen. Zudem bin ich mit Bundeskanzler Sebastian Kurz in Kontakt, der ebenfalls rasche Hilfe der Bundesregierung zugesichert hat.“

Viele Aufräumarbeiten schon abgeschlossen
Die Aufräumarbeiten im Dorf und im Gewerbepark Schnann konnten laut Siegmund Geiger, stellvertretender Bezirkshauptmann von Landeck, dank der Freiwilligen Feuerwehr und vieler freiwilliger Helferinnen und Helfer bereits abgeschlossen werden. Auch die Stanzertalstraße sowie die Bahnverbindung zwischen Landeck und Bludenz konnten rasch für den öffentlichen Verkehr freigegeben werde.

Rund 350.000 Kubikmeter Material war in Bewegung
Laut Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung und der Schutzwasserwirtschaft haben die Murenabgänge im Gridlontobel und in der Schnanner Klamm rund 350.000 Kubirkmeter Material in Bewegung gesetzt. Dieses so genannte Murenmaterial wird nun zur Errichtung von Schutzdämmen entlang des Dorfbaches eingesetzt und auf dafür bewilligten Flächen im Bereich Gridlontobel und Strengen deponiert.

 krone.at
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