Mi, 24. Oktober 2018

Notfälle beim Baden

03.08.2018 14:00

Die Schattenseiten des Super-Hitze-Sommers

Wer Zeit hat, entflieht der derzeitigen Sommerhitze an kühle Gestade. Doch dort lauern Gefahren. Bisher mussten in Oberösterreich vier Kinder und mehrere Jugendliche vor dem Ertrinken gerettet werden - wie zuletzt in Pichl bei Wels und in Mondsee. Zwei Schwimmer kamen beim Baden in Seen ums Leben. Unachtsamkeit und Überschätzung sorgen für Schattenseiten im Super-Sommer.

Ein 16-jähriger Bub im Wolfgangsee, ein Sechsjähriger in Kremsmünster, eine Vierjährige in einem Linzer Bad, ein zweijähriger Bub im elterlichen Pool in Pichl bei Wels - Badeopfer, die gerade noch einmal Glück hatten, bereits bewusstlos aus kühlenden Bädern gefischt und wiederbelebt werden konnten. Tragisch endete ein Badetag  im Salzkammergut und im Mühlviertel: Ein 78-Jähriger (am Attersee) und ein 19-Jähriger in der „Resi-Lacke“ in Kleinzell verstarben binnen 24 Stunden.

Um Hilfe geschrieen
Und fast hätte es die nächsten Badeopfer gegeben: Im Mondseer Seebad wollten drei junge Männer zwischen 20 und 25 Jahren am Mittwoch zu einer 40 Meter vom Ufer entfernten Plattform schwimmen.  Rasch gerieten sie in Not, einer schrie um Hilfe. Ein Mitglied der Wasserrettung Mondsee, der Bademeister des Alpenseebades und andere Badegäste kamen sofort zu Hilfe, konnten die drei Männer gerade noch zur rettenden Plattform bringen. Kleiner Bub verschwand bei WasserrutscheIm gleichen Bad war Mittwoch auch eine Suche nach einem  Buben (2,5) gestartet: Er wollte auf die Rutsche, unten wartete sein Vater - doch der Bub kam nicht, war verschwunden. Retter bereiteten eine Suche im See vor, als das Kind unversehrt im Freigelände gefunden wurde. „Kinder nie aus den Augen lassen und eigenes Können nicht überschätzen“, warnt Schwimmtrainerin Gudrun Lindner.

Schattenseiten des Super-Hitze-Sommers spürt auch die Landwirtschaft, mancherorts wird das Trinkwasser knapp und leidet die Qualität.

Futterwiesen in Gefahr
Futterwiesen sind in Gefahrdürre Oberösterreich verfügt über 240.000 Hektar Grünland und Wiesen für  Rinderfütterung. „Drei- bis fünfmal wird normalerweise im Jahr gemäht, heuer sind bei vielen Bauern der zweite und dritte Schnitt wegen Dürre und Hitze schon ausgefallen,“ erklärt Christian Krumphuber von der Abteilung Pflanzenproduktion der  Landwirtschaftskammer.

Kein Wasser
Aus vielen Hausbrunnen fließt   kein Wasser. Doch auch in etlichen Gemeinden sind die Trinkwasservorräte knapp geworden. So hat die Gemeinde Aigen-Schlägl  bereits Alarm geschlagen. Die Bürger werden ersucht, den Verbrauch auf das notwendigste zu beschränken und keine Pools zu befüllen oder Gärten  zu bewässern.

Herkarien in G
Zerkarien finden sich bei langanhaltend hohen Wasser- und Lufttemperaturen in stehenden, seichten Gewässern.  Sie können sich nur vermehren und gedeihen, wenn ihre benötigten Wirte - Wasserschnecken und Enten - anwesend sind. Symptome beim Menschen - zuletzt auch am Traunsee -  sind  Haut-Rötung, Juckreiz und Pustelbildung.

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