Do, 20. September 2018

Quartett geständig

12.07.2018 19:33

In 100 Autos eingebrochen: Haftstrafen!

Satte 106 Einbruchsfakten legte der Staatsanwalt vier jungen Männern im Landesgericht Salzburg zur Last. Davon waren 100 Einbrüche in geparkte Autos, meist nachts in Tiefgaragen. Das Quartett zeigte sich großteils geständig: Es gab Haftstrafen, die höchste für einen 24-Jährigen. Nicht rechtskräftig!

3,5 Jahre unbedingte Haft kassierte der siebenfach vorbestrafte Salzburger (24). Dazu kommen noch weitere elf Monate, da eine bedingt ausgesprochene Strafe widerrufen wurde. Er soll die Einbrüche zwischen Oktober 2017 und März 2018 teils alleine, aber auch mit seinen Komplizen verübt haben: Laut Anklage 44 Fälle mit einem Lehrling (16), der sechs Monate bedingt ausfasste, und 14 Fälle mit einem Serben (23), der zu einem Jahr auf Bewährung und einer unbedingten 720 Euro Geldstrafe verurteilt wurde. Der Viertangeklagte war der Bruder (29) des Haupttäters, und war offenbar nur bei jenem Einbruch dabei, als Pyrotechnika um 3300 Euro gestohlen wurde. Aber er verfälschte laut Anklage auch drei Kennzeichen, um ohne gültige Papiere fahren zu können. Letzterer bekam ein Jahr unbedingt samt Widerruf einer zweimonatigen Bewährungsstrafe - vor allem auch wegen seiner sechs Vorstrafen. Alle nahmen Bedenkzeit, daher sind die Urteile nicht rechtskräftig.

Als Motiv gab der arbeitslose Haupt-Beschuldigte seine Drogensucht an, die er damit finanzierte. Auch der Serbe handelte aus Geldnot. Der Jüngste, einziger Unbescholtener, verfiel dem Reiz des Verbotenen. Alle vier zeigten sich gegenüber Richterin Bettina Maxones-Kurkowski wesentlich geständig. Bei etwa einem Drittel der Fakten war die Beweislage zu dünn. Gestohlen wurden meist Bargeld, aber auch High-End-Geräte, Dokumente wie Führerscheine bis hin zu Zigaretten.

Antonio Lovric
Antonio Lovric

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