Unwetterschäden

Nach zwölf Monaten ist Sölkpassstraße wieder frei

Steiermark
10.07.2018 09:54

Als im August des Vorjahres heftige Unwetter die Obersteiermark heimsuchten, beschädigten Murenabgänge und Hochwässer auch die Sölkpassstraße. Die Verbindung zwischen den Bezirken Liezen und Murau war seitdem gesperrt, nun ist sie wieder vollständig für den Verkehr freigegeben. In Summe investierte das Land Steiermark vier Millionen Euro.

 „Aufgrund der Vielzahl der großteils immensen Schäden musste die Landesstraße ab zirka Kilometer 22 für den gesamten Verkehr gesperrt werden. In den letzten zwölf Monaten wurden in Summe 64 Schadstellen behoben. Kleinere Schäden wurden von den Straßenmeistereien Murau und Gröbming beseitigt, die umfangreicheren und komplexen Schadstellen mussten von Baufirmen saniert werden“, fasst Verkehrslandesrat Anton Lang zusammen. Insgesamt waren rund 10.000 Baggerstunden notwendig, etwa 20.000 Tonnen an Wasserbausteinen wurden verbaut.

Die Kosten betrugen vier Millionen Euro. Laut Landesregierung konnten durch die Unterstützung der Grundeigentümer, der Anrainer, der Fachexperten der Fachabteilung Straßenerhaltungsdienst und der Baubezirksleitungen Liezen und Obersteiermark West sowie der guten Zusammenarbeit mit den bauausführenden Firmen rund sechs Millionen Euro an Sicherungsmaßnahmen eingespart werden.   

Im Vorjahr verwüstete ein Hochwasser Teile der Sölkpassstraße. (Bild: BH Liezen)
Im Vorjahr verwüstete ein Hochwasser Teile der Sölkpassstraße.

Weitere Arbeiten dauern bis Jahresende
Projektleiter Franz Nöhrer vom Straßenerhaltungsdienst: „Obwohl durch den langen und intensiven Winter 2017/18 eine Verzögerung von zirka zwei Monaten entstanden ist, konnten die Hauptbauarbeiten nun planmäßig beendet werden. Somit ist die Sölkpaßstraße wieder für den Verkehr befahrbar. Bis Ende 2018 sind noch diverse Fertigstellungsarbeiten erforderlich, wodurch es zu geringfügigen Verkehrsbehinderungen kommen kann.“

Enorme Einbußen für Betriebe
Auch die Bürgermeister der unmittelbar betroffenen Gemeinden Schöder im Bezirk Murau und Sölk im Bezirk Liezen sind nach den umfangreichen Bauarbeiten froh, dass die Straße für den Verkehr wieder befahrbar ist. „Die Sölkpaßstraße ist eine der Schöderer Lebensadern und ihre fast vollständige Vernichtung durch das verheerende Unwetter im Jahr 2017 hat für uns, für unsere Hüttenwirte und die Gastronomie sowie für unser Kaufhaus, enorme Schäden mit sich gebracht“, sagt Bürgermeister Rudolf Mürzl, Gemeinde Schöder, freut sich über die Wiedereröffnung:

(Bild: Land Steiermark)

Und Bürgermeister Werner Schwab aus der Gemeinde Sölk ergänzt: „Für heimische Gewerbetreibende und Pendler schafft dieser Verkehrsweg eine enorme Zeitersparnis und hat deswegen eine nicht zu unterschätzende Frequenz. Beim regionalen Tourismus, für Beherbergungsbetriebe und Gastronomie hat die gesperrte Straße zu enormen wirtschaftlichen Einbußen geführt. Umso erleichterter sind wir, dass die Passstraße nun wiederhergestellt ist.“

In den Wintermonaten stets gesperrt
Die Sölkpassstraße heißt eigentlich Erzherzog-Johann-Straße und verbindet die Orte Stein an der Enns im Norden über den 1.788 Meter hohen Sölkpass mit Schöder im Bezirk Murau. Die Straßenverbindung zwischen dem Enns- und dem Murtal wird jedes Jahr über die Wintermonate gesperrt, da Schneemassen ein Befahren unmöglich machen. Überraschende Wintereinbrüche und unerwartete Schneefälle sind aber auch in den Sommermonaten möglich und sorgen manchmal für zeitlich befristete Sperren.

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