Sa, 18. August 2018

Wahl der Ersatz-Hirten

02.07.2018 05:30

Stuhl ist leer: Die Zeit ohne Bischof

21 Bischöfe, Äbte und Oberinnen feierten am Sonntag in St. Pölten die Amtseinführung des neuen Bischofs: Alois Schwarz wechselt ja nach 17 Jahren an der Spitze der Diözese Gurk in sein Heimatbundesland. Daher tritt am Montag in Klagenfurt das Domkapitel zusammen, um einen Administrator als „Ersatz-Hirten“ zu wählen.

Der Hirte von 496.600 Katholiken in den 422 Pfarren der Diözese St. Pölten ist Alois Schwarz nun. Der 66-Jährige erhielt am Sonntag von Altbischof Klaus Küng den Bischofsstab. Die Festmesse im Dom feierten auch der Apostolische Nuntius, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit.

„Als Mensch bitte ich um Ihr Vertrauen, als Bischof versichere ich Ihnen, dass ich mich für die Menschen einsetzen werde!“, so Alois Schwarz, der 18. Bischof von St. Pölten.

Ohne Bischof ist die Diözese Gurk indessen: Für diese Zeit der Sedisvakanz (die Zeit des unbesetzten Bischofstuhls) wird ein Diözesanadministrator gewählt, und zwar vom Domkapitel, das Montag, nach der Kapitelmesse zusammentritt. Wahlberechtigt sind die acht Domkapitulare: Domprobst Engelbert Guggenberger, Domdekan Michael Kristof, Karl Heinz Frankl,  Josef-Klaus Donko, Gerhard Christoph Kalidz, Matthias Hribernik, Jakob Ibounig und Peter Allmaier.

Gewählt werden kann jeder Priester, der mindestens 35 Jahre alt ist. Ein Administrator aus dem Domkapitel hätte aber wohl am meisten Einblicke in die Abläufe der Diözese; beispielsweise Engelbert Guggenberger, der ja bisher als Generalvikar der Vertreter des Bischofs war.

Christina Natascha Kogler
Christina Natascha Kogler

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