Fr, 17. August 2018

Thiem zuversichtlich

01.07.2018 09:40

Novak hat Chance auf ersten Grand-Slam-Matchsieg!

Der Niederösterreicher Dennis Novak hat beim Grand-Slam-Tennisturnier in Wimbledon die große Chance, sein Karrierehoch in der Weltrangliste noch einmal kräftig anzuheben. Am vergangenen Montag stand er als 172. der Wertung bereits so hoch wie noch nie, nun winken fette Punkte für einen Major-Auftaktsieg. Mit dem kanadischen „Lucky Loser“ Peter Polansky hat Novak einen durchaus bezwingbaren Gegner. 

Der 30-Jährige liegt im ATP-Ranking als 110. zwar 62 Positionen vor Novak und war daher in der Qualifikation als Nummer acht gesetzt. Deswegen wurde er nach seiner Niederlage in der dritten Quali-Runde aber auch zum Nachrücker in den Hauptbewerb. Österreichs Nummer vier hingegen tankte mit drei souveränen Erfolgen ohne Satzverlust Selbstvertrauen. Es ist Polanskys erster Wimbledon-Hauptbewerb nach sieben erfolglosen Anläufen, bei Novak hat es schon im zweiten Versuch geklappt (davor 2016).

Es wird das erste Rasen-Match Novaks in einem Tour-Hauptbewerb, bei seinem Kontrahenten ist es das zweite. Dominic Thiem traut seinem engeren Landsmann und engeren Freund einiges zu. „Dennis hat das in die Wiege gelegt bekommen, wie man auf Rasen spielt“, erklärte Österreichs Nummer eins. „Er ist so natürlich auf dem Belag, schon seit Junioren-Zeiten.“ Er sei davon entfernt, Novak da Ratschläge und Anweisungen geben zu müssen. „Auf Rasen kann eher er mir etwas mitgeben“, sagte Thiem.

Erfahrung auf großer Bühne
Als zweites Plus für den nur sechs Tage älteren Novak sieht Thiem auch, dass er heuer bei den Australian Open bereits Erfahrung auf großer Grand-Slam-Bühne gesammelt hat. Gegen den bulgarischen Masters-Sieger Grigor Dimitrow setzte es zwar in Melbourne ein 3:6,2:6,1:6, die Partie in der Rod Laver Arena war aber eine gute Schule für sein nun zweites Grand-Slam-Match. „Die große Bühne macht ihm überhaupt nichts aus, wie man auch im Davis Cup gesehen hat“, brachte Thiem noch ein Beispiel.

Für den Weltranglisten-Siebenten ist es verdient, dass es mit seinem Trainingspartner nun endlich kräftiger aufwärts gehen dürfte. „Es freut mich einfach extrem, weil er die letzten Wochen und wenn man es generell nimmt, dieses Jahr, beginnt, seine Trainingsleistungen umzusetzen. Er spielt eigentlich das erste Mal so, wie man das erwarten kann. Dass er wahrscheinlich auch bald weit vor kommen kann im Ranking.“ Nach Wimbledon wird Novak bereits zumindest Österreichs Nummer drei sein.

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