Fr, 20. Juli 2018

Race Across America

22.06.2018 07:00

Salzburgs härteste Pedalritter

Über 5000 Kilometer vom Pazifik an den Atlantik. Das Race Across America gilt als das härteste Radrennen der Welt. Mit dem an Diabetes 1 erkrankten Aberseer Thomas Haas und Gottfried Hinterholzer sorgen dieses Jahr auch zwei Salzburger für Furore.

Seit über neun Tage quält sich Thomas Haas schon durch die USA. Vom Startpunkt am pazifischen Ozean über die Rocky Mountains und durch die Weiten von Kansas. „Körperlich bin ich fit, aber der Schlafentzug macht mir zu schaffen. Manchmal schlafe ich fast auf dem Rad ein“, berichtet der 53-jährige Aberseer nach über 4000 gefahrenen Kilometern. Nur dank der perfekten Unterstützung seiner 10-köpfigen Crew, der auch Gattin Brigitte und die Söhne  Dominik und Sebastian  angehören, ist Haas noch im Rennen. Sein Ziel, als erster an Diabetes 1 erkrankter Athlet, das RAAM zu beenden könnte er bereits morgen in Annapolis erreichen, eventuell sogar als Sieger Ü50-Wertung.
Worauf er sich am meisten nach Rennende freut? „Auf ein klares Glas Wasser wenn ich wieder in Salzburg bin - diese Chlorbrühe hier kann man ja nicht trinken.“ Medizinisch wird Haas von der Ärztin Susanne Böhm betreut. Sie ist allerdings nicht nur dafür zuständig, dass sein Zuckerspiegel im Rahmen bleibt, sondern sie kümmert sich auch um alle anderen kleineren und größeren Wehwehchen die bei dem Extremradler auftreten.

Das Race Across America ist für Haas ein Lebenstraum. „Mit meinem Projekt will ich allen Diabetikern Mut machen, ihr Leben trotz dieser Diagnose sportlich und aktiv zu gestalten. Mehr noch: Ich will zeigen, dass trotz gesundheitlicher Einschränkungen sogar Spitzensport möglich ist“, sagt der gelernte Tischler und Diplomkrankenpfleger, bei dem die Erkrankung 2004 diagnostiziert wurde. 50.000 Euro kostet ihn dieser Traum - finanziert durch Sponsoren und Spenden. Unterstützen kann ihn dabei jeder. Auf seiner Homepage http://www.diabetes-sport.net kann man sich unterschiedliche Pakete aussuchen. Bereits mit einer Spende von nur 10 Euro ist man ein Teil des Team Haas.

Von ihrem Rekordvorhaben mussten sich die „Mad Greyhounds“ vom Team Crataegutt Seniors verabschieden. Nicht nur, weil die Strecke über 80 Meilen länger ist als 2011, sondern auch, weil in Montezuma in Kansas eine Tornadowarnung einen mehrstündigen Stopp erzwang. Den Teamsieg in ihrer Altersklasse werden sich die vier Oldboys um den Salzburger Gottfried Hinterholzer aber nicht nehmen lassen - nach zwei Drittel des Rennes betrug der Vorsprung auf die zweitplatzierten Deutschen der Équipe Hubert Schwarz bereits rund 40 Meilen.

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