Sa, 17. November 2018

Grasser-Anwalt:

20.06.2018 09:54

„Allzu viele Fragen sind nicht mehr offen“

Nach seinem mehrstündigen Monolog am Dienstag muss sich nun Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser im Buwog-Strafprozess den Fragen von Richterin Marion Hohenecker stellen. Auch wenn Verteidiger Manfred Ainedter am Ende des 41. Prozesstages der Meinung war, dass „allzu viele Fragen nicht mehr offen geblieben“ seien und er nicht wüsste, was man seinen Mandanten „noch fragen könnte“, hat die Richterin doch noch „die eine oder andere Frage“ an den Hauptangeklagten. Dies kündigte Hohenecker mit einem Schmunzeln an. 

Tatsächlich erwarten sich Prozessbeobachter, dass Grasser mindestens genauso lange befragt wird wie der mitangeklagte ehemalige FPÖ-Politiker und Lobbyist Walter Meischberger. Seine Befragung hat elf Tage lang gedauert.

Grasser soll laut Anklage über Peter Hochegger und Walter Meischberger als Mittelsmänner bei der Privatisierung der Bundeswohnungen im Jahr 2004 eine Millionenprovision lukriert haben - als Gegenleistung dafür sollen geheime Informationen an die dadurch siegreichen Bieter geflossen sein. Auch bei der Einmietung der Landesfinanzbehörde in den Linzer Terminal Tower soll laut Anklage Schmiergeld geflossen sein. Das Geld ging über Zypern auf Umwegen auf drei Konten in Liechtenstein, so wie die Buwog-Millionenprovision.

„Lügner“ und „gehäutete Schlange“
Grasser streitet alles ab und sieht die Anklage lediglich auf „Spekulationen, Thesen und Mutmaßungen ohne handfeste Beweise“ basieren. Alle Anklagepunkte will er nun im Zuge seines Verfahrens widerlegen. Am Dienstag begann er damit bereits wortgewaltig in seiner stundenlangen Eröffnungserklärung. In dieser übte er mitunter scharfe Kritik an den Ermittlern, den wichtigsten Zeugen und dem teilgeständigen Peter Hochegger, den er als „Lügner“ und „Schlange nach einer Häutung“ bezeichnete.

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