Fr, 20. Juli 2018

Gasen

15.06.2018 11:40

Unwetter: Bundesheer hat seinen Einsatz gestartet

Die oststeirische Gemeinde Gasen wurde zum Katastrophengebiet erklärt (siehe Bericht hier). Das Militärkommando Steiermark hat am Freitag den Assistenzeinsatz gestartet: 40 Pioniere vom Baupionier- und Katastrophenhilfeeinsatzzug der Stabskompanie des Militärkommandos verluden am Vormittag die Ausrüstung. Besonders Motorsägen werden gefordert sein, da umgestürzte Bäume entfernt werden müssen.

Die Soldaten werden auch am Samstag und am Sonntag im Einsatz sein. Mit Priorität wird vorerst im Fischbachgraben in der Katastralgemeinde Sonnleithberg gearbeitet. Außerdem wird die Landesstraße von Birkfeld nach Gasen geräumt. Schadholz in Bächen droht bei weiteren Niederschlägen zu Verklausungen zu führen, weshalb auch die Gewässer rasch gesäubert werden müssen. Der Einsatz dürfte voraussichtlich zehn Tage dauern, schätzte das Militärkommando.

Ein leidgeprüfter Ort
Die Gemeinde Gasen im Bezirk Weiz war in den vergangenen Jahrzehnten schon öfter Schauplatz schwerer Unwetter. 2005 riss eine Mure einen Mann mit in den Tod. 2016 wurde die Landesstraße nach heftigen Regenfällen von einer Mure versperrt. Die Gemeinde hat gut 900 Einwohner und umfasst im Wesentlichen einen Graben („Die Gasen“) mit dem Gasenbach, einem Nebengewässer der Feistritz. Die Ortschaft Gasen selbst liegt auf 836 Metern Seehöhe und ist bekannt als die Heimat der „Stoakogler“.

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