Do, 15. November 2018

3x2 Karten gewinnen!

18.06.2018 07:00

Boysetsfire: Aus dem Schatten des dunklen Selbst

Mit der Post-Hardcore-Band Boysetsfire schreibt Sänger und Vollblutmusiker Nathan Gray seit knapp zwei Dekaden Undergroundgeschichte, solo hat er sich nach wilden Jahren mit Drogenproblemen, Religionsfindungsphasen und dem beinahen Abdrehen ins Verschwörerisch-Rechte mit 46 Jahren wieder gefunden. In einem ausführlichen Interview erzählt er schonungslos und offen von seinem Leben. MIt Boysetsfire kommt er am 27. Juni in die Wiener Arena - und wir haben 3x2 Karten für Sie bereitgestellt.

„Krone“: Nathan, auf deiner ersten Solotour mit dem Album „Feral Hymns“ war gleich einmal alles ausverkauft. Hat sich die Nervosität von Show zu Show immer mehr gelegt?
Nathan Gray:
Ich gewann auf jeden Fall an Sicherheit. Sobald ich auf der Bühne bin und zu spielen und reden beginne, ist es absolut okay, davor oft die Hölle. (lacht) Aber auch wenn ich mit Boysetsfire auf die Bühne gehe, habe ich immer Schmetterlinge im Bauch. Das ist aber eine gute Sache und ich hoffe, mir bleibt das noch lange erhalten. Würde ich gar nichts mehr verspüren, könnte ich es ohnehin bleiben lassen. Die Hauptfrage war immer, wie die Menschen das Programm annehmen würden. Das Feedback war aber überragend und ich lernte, dass ich die Menschen gut erreiche.

„Feral Hymns“ ist dein erstes richtiges Soloalbum und erschien Mitte Jänner. Hast du letztes Jahr den Drang verspürt, dich endgültig zu öffnen und dein wahres Ich rauszulassen?
Vor vielen Jahren, als ich mit The Casting Out startete, war das als Soloprojekt geplant. Ich habe aber auch damals schon angefangen Songs zu schreiben und erst wieder eine Band um mich zu scharen. Ich bin einfach ein Bandtyp, der Gitarren und Schlagzeug braucht. Dieses Mal habe ich meinen Manager Oise ein paar Songs vorgespielt und er hat mich sofort ins Studio geschickt, ohne Band. Er ließ mir keine Chance, weil er meinte, ich sollte auf keinen Fall wieder Leute dazuholen. (lacht) Das war genau der Stoß, den ich brauchte, um das durchzubringen. Ich wollte so etwas schon immer machen, hatte aber auch etwas Angst davor, wenn ich keine Musik als Backup habe. Aber es fühlt sich gut an.

Bist du textlich noch offener und ehrlicher, weil all das wirklich unter dem Banner Nathan Gray firmiert?
Ja, das muss auch so sein. Ich muss mich selbst in dieser Musik finden und das ist extrem tiefgehend und emotional. Auf der Bühne rede ich viel mit den Leuten, erkläre, woher die Songs kommen und was mich dazu inspiriert hat. Das ist wirklich schwierig, denn ein Song für jemand anderen hast du schnell geschrieben, aber mit dir selbst aufräumen und komplett offen zu sein, ist tatsächlich hart. Am Ende finden wir vor und auf der Bühne alle zusammen, um unsere Erfahrungen zu teilen.

Gibt es auch Grenzen, die du dir da auferlegst? Vor allem auch, weil du diese persönlichen Songs immer und immer wieder live spielen wirst?
Nein und das ist genau das Herausfordernde. Bei manchen Konzerten habe ich mich wirklich verloren, etwa bei „Echoes“, wo ich über den Missbrauch singe, den ich als Kind erlebt habe. Da musste ich oft unterbrechen, aber das Publikum hat mich immer sehr stark unterstützt. Viele Leute haben dasselbe mitgemacht und kommen dann tränenüberflutet auf mich zu. Sie sind aber nicht allein, ich habe ein offenes Ohr für alle und wir teilen unseren Schmerz. Genau deshalb habe ich mir überhaupt keine Grenzen gesetzt.

Verändern sich auch deine Emotionen, wenn du die Songs wieder und wieder spielst?
Es ist nicht so, dass ich diese Emotionen gewohnt werde oder sie mich abstumpfen, aber ich kann etwas besser damit umgehen. Ich werde sicherer beim Singen und beim Gitarrespielen und kann mich etwas mehr entspannen. Das ist der einzige Unterschied.

Man kennt dich ja nicht nur von Boysetsfire und The Casting Out, sondern auch von I Am Heresy, wo du mit deinem Sohn Metalcore gemacht hast oder dem eher elektronischen Nathan Gray Collective. All diese Projekte haben und hatten eine andere musikalische Richtung. Bist du so etwas wie eine Jukebox, die aus einem inneren Zwang so viel unterschiedliche Musik repräsentieren muss?
Ich integriere in den Solokonzerten bis auf I Am Heresy, was musikalisch kaum möglich ist, Songs aus all diesen Phasen meiner Karriere. Die Idee dahinter ist, dass die Songs, die du hörst, einen bestimmten Grund haben, warum sie in meinen Solokonzerten vorkommen. Die Casting-Out-Songs kommen zum Beispiel so roh und ehrlich rüber, wie sie ursprünglich geschrieben waren - bevor es von einer Band gespielt wurde. Hier ist alles echt und unplugged und das ist das Schöne an dem Ganzen.

Wie bist du über die Jahre aber zu all den verschiedenen Musikrichtungen gekommen?
Das ist ein Prozess der Selbstfindung. Ich liebe verschiedenste Arten von Musik und deshalb war das nie ein Problem. Wer bin ich? Wo fühle ich mich wohl? Das ist die Suche, die mich schon seit jeher antreibt. Ich suchte mich stets selbst in all den verschiedenen Genres, die ich liebe. Am Ende des Tages fand ich mich nun in dem Soloprojekt wieder.

Gibt es auch eine Verbindung zwischen all den Projekten und Genres? Befruchten sich all diese verschiedenen musikalischen Charakteristika gegenseitig?
Es entsteht immer das, was mir gerade im Kopf herumschwebt, ohne große Grenzen. Derzeit ist egal, was ich schreibe, denn es besteht nur aus mir und der Gitarre. (lacht) The Casting Out war nur die elektrifizierte Version von mir, also am ehesten ich selbst. I Am Heresy war ein Experiment von mir, meinem Sohn und Freunden, um meine Aggressionen musikalisch rauszulassen. Das Nathan Gray Collective war das Experimentieren in einem Stil, den ich immer liebte und mein erster Versuch, ansatzweise mich selbst ins Rampenlicht zu stellen. Es beinhaltete meinen Namen, aber war nicht so pur wie ich jetzt bin.

Wie war es eigentlich, mit deinem Sohn zusammenzuarbeiten, da das doch eher selten vorkommt? Motörhead-Gitarrist Phil Campbell etwa hat ja mit seinen drei Söhnen eine Band und fühlt sich dort überhaupt nicht als Chef oder alter Hase.
Es war grandios mit Simon zu arbeiten. Mann, er wurde unlängst 24, ich fühle mich so alt. (lacht) Wir sind uns sehr ähnlich und er ist ein großartiger Gitarrist. Es war toll, gemeinsam so viel Zeit zu verbringen und unterwegs zu sein, aber es war nicht so verrückt, wie man sich das vielleicht vorstellen könnte. Man umgibt sich ja ohnehin mit Menschen, die dieselben Ziele und Ansichten haben, also war es bei uns nicht so, dass auf jedem zweiten Tisch Koks lag und die Huren um uns herumschwirrten. (lacht) Das wäre auch nicht ich und solche Menschen würde ich auch nicht für eine Band suchen. Ich führe auf Tour ein ganz normales Leben - mit und ohne meinen Sohn.

Viele Punkmusiker wie auch Dave Hause oder Chuck Ragan werden solo mit Akustikgitarre meist sehr zahm und zugänglich. Woran liegt das eigentlich?
Es ist einfach schwierig, alleine auf der Bühne wirklich harte Musik zu machen. (lacht) Möglich wäre es, aber es würde eigenartig klingen. Ich kann nur für mich sprechen, aber viele Leute aus dem Hardcore- oder Punkbereich machen das, weil sie sich selbst darin finden. Chuck Ragan ist zum Beispiel ein absoluter Country-Typ und hat das schon gut beweisen. Dave Hause ist mehr eine Art Bruce Springsteen, aber beide finden ihr Innerstes in diesen Projekten. Wo ich da bin, das kann ich nicht sagen, aber ich finde mich im Endeffekt auch selbst in der Solomusik. Ich will jedenfalls nicht gleich wie die Jungs klingen, das ist auch eine Angst, die über mir schwebt. Ich würde wie ein Idiot klingen, würde ich Country wie Chuck machen, das kann nicht mein Ziel sein. (lacht) Ich versuche die Menschen auf einem emotionalen Level zu treffen und welche Musik daraus hervorgeht, ist nebensächlich. Es geht nicht um die große Rock’n’Roll-Show, sondern um Ehrlichkeit und Authentizität. Ich hoffe, dass ich irgendwann auch vor 1500 statt vor 150 Leuten solo spiele und dieselbe Intensität hervorrufen kann. Es geht darum, im Moment präsent zu sein.

Würdest du sagen, dass du in all deinen Projekten eine Rolle gespielt hast und nur hier richtig echt bist?
Zu einem gewissen Grad ja. Zu Zeiten von The Casting Out war ich am Boden. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wie viele Nächte ich überhaupt nüchtern war. Ich hatte so stark mit mir und meinen Problemen zu kämpfen, dass ich vielleicht eine oder zwei Shows nüchtern spielte - wenn überhaupt. Das war aber nicht wirklich ich. Ich hatte so viele Probleme, die ich lustig nach außen tragen wollte. Ich war immer auf Party und wollte Spaß haben, aber wenn du die Texte liest, weißt du genau, was eigentlich abging. I Am Heresy war dann die musikalische Aggressionsbewältigung davon. Mit Boysetsfire habe ich eine Band, wo ich mit meinen besten Freunden und Brüdern spiele, wo ich die Zeit einfach genieße. Mein Soloprojekt zeigt aber mein wahres Ich. Es geht schon darum, die Show auch mal aufzulockern, weil sie im Prinzip so schwer ist, dass wir uns sonst gegenseitig umbringen würden. (lacht) Die Emotionen sollten sich schon die Waage halten und nicht nur negativ und dunkel sein.

Wie konntest du dich zu den Zeiten von The Casting Out aus diesem Zirkel des Untergangs befreien?
Ich habe mich intensiv mit den Dämonen auseinandergesetzt, die mich zerstören wollten. Als ich sehr jung war, wurde ich in der Kirche in Florida sexuell missbraucht. Das waren unheimlich schmerzende Erfahrungen, die sich in mich reingefressen haben und ich habe nie mit jemandem darüber geredet. Am Ende meiner The-Casting-Out-Zeit ließ ich diese Dämonen raus und so entstand die harte Musik von I Am Heresy. Ich wusste nicht, wie ich das sonst kanalisieren konnte. Ich wollte mit niemandem darüber reden und das machte alles nur noch schlimmer. Irgendwann hatte ich den Mut, meine Wut rauszulassen, Schritt für Schritt, und jetzt stehe ich hier und erzähle jeden Abend allen Leuten davon, die bei meinen Konzerten sind. Rein statistisch bin ich bei keinem Konzert der einzige, dem das widerfahren ist. Ich werde nie verlangen, dass sich jemand outen soll, aber falls jemandem so etwas widerfahren ist soll er wissen, dass er nicht alleine ist und dass ich nach der Show ein offenes Ohr habe. Das Wichtigste überhaupt, wenn es um Missbrauch geht, ist, mit jemanden reden zu können - ansonsten wirst du zu einem Arschloch wie ich.

Ich kam in viele Kontroversen, die aus meiner Wut der Religion und meines Missbrauchs gegenüber entstanden. Ich machte viele islamfeindliche Aussagen, die ich heute bereue. Es ist nicht so, dass ich ein Problem mit dieser Glaubensrichtung hätte, aber ich ließ meiner Wut die Erlaubnis, mich derart attackierend und falsch zu verhalten. Ich habe mich da in etwas hineingesteigert, aus dem ich nicht mehr rauskam, habe all meinen Hass in diese Richtung kanalisiert. Ich weiß, dass ich falsch lag und mir tut vieles leid. Ich habe mich dafür entschuldigt und meine Fehler eingesehen, es war ein wichtiger Teil meines Heilungsprozesses. Viele meiner Fans waren nicht mehr sicher, ob sie mich unterstützen sollten, weil sie mich nach rechts abdriften sahen und sie waren dann erleichtert, als ich wieder klar sehen konnte. Ich wusste einfach nicht, wohin mit meiner Wut und habe mich mit falschen Menschen umgeben, die mir nicht gutgetan haben. Ich glaube, sie haben meine Präsenz dazu genutzt, mich mit schlimmen Dingen zu beeinflussen, die ihnen in ihrer Meinung gutgetan haben. Ich musste mich davon lösen und habe das am Ende auch gemacht - es war unheimlich reinigend für mich. Ich habe sehr viel daraus gelernt.

Mit dem Unterschied, dass du mit jedem Fehler, den du machst, im Rampenlicht stehst und anderen Menschen im Alltag vorübergehende Verwirrungen leichter verziehen werden.
Das ist aber wichtig. Nehmen wir mal die USA und unseren Präsident Trump. Hast du jemals gesehen, dass sich dieser Motherfucker für irgendetwas entschuldigt hätte? Er wird das auch niemals machen, weil er einfach ein Arschloch ist. (lacht) Die Leute sehen das und manche glauben, dass so eine Art von Tyrann eine gute Führungspersönlichkeit wäre. Wichtiger ist es aber, dass Leute ins Rampenlicht treten, die Fehler wie alle anderen machen, diese aber sehen und akzeptieren und zugeben, dass sie es besser machen werden. Lasst uns alle zusammenhelfen. Eine Führungsperson ist jemand, der inspiriert, der alle als gleich ansieht und niemals nur von oben herab dirigiert. Das müssen wir den Menschen vermitteln. Nicht nur in den USA, auch in England, Deutschland oder Österreich siehst du dieses Aufleben des Nationalismus, des rechtskonservativen, volksstreuen Standpunkts, der alles Erreichte gefährdet. Es ist wichtig, dass wir uns jetzt, auf der Stelle, dagegen auflehnen. Die Leute vergessen, wie wichtig das ist, tun das oft als Modeerscheinung ab, was ich aber für verdammt gefährlich halte.

Es ist nicht akzeptabel und gut, extreme Positionen einzunehmen. Natürlich ist die Meinungsfreiheit ein wichtiges Gut, aber es gibt einen Punkt, wo man aufpassen muss. Wenn gelogen wird und Fakten einfach umgedreht werden, dann muss man eingreifen und diese Meinungsfreiheit notfalls beschränken. Wenn jemand die Ideologie hat, einen anderen zu verletzen, musst du ihn einfach stoppen. Wenn du mich dafür für einen Faschisten hältst, dann ist das für mich okay. Ich habe einfach die Schnauze voll von Leuten, die nur verletzen und Zwietracht säen. Es ist so, als ob es derzeit einen Krieg gegen Intelligenz geben würde. Wir brauchen einfach bessere Bildungssysteme, das ist das einzige Hilfsmittel gegen die Abstumpfung der Gesellschaft, wie wir sie derzeit erleben. Man ist nicht klug, wenn man glaubt, klug zu sein. Es tut mir Leid für alle, die anders denken, aber wir müssen heute global denken. Wir leben in einer riesengroßen Welt und sind alle miteinander verbunden. Es ist kein Platz mehr für Kleingeistigkeit, dafür ist es zu spät.

In der Zwischenzeit hast du auch zur Church Of Satan gefunden und bist damit in den Medien ordentlich aufgefallen. Dabei war das gar nie deine Intention, dass das Thema so aufgeblasen wird.
Sensationalismus gibt es eben auch schon in Spartenmedien, das habe ich daraus gelernt. Auch das war ein Teil der Phase, wo ich mich finden musste. Ich bin mittlerweile kein Mitglied der Church Of Satan mehr und habe gesehen, dass mir auch diese Welt nicht weiterhilft. Sie beinhaltet eine Philosophie, mit der ich mich zu einem gewissen Grad identifizieren kann, aber so geht es mir mit unterschiedlichsten Philosophien. Ich hoffe aber, dass sich dieses Thema irgendwann wieder etwas zerstreuen wird, weil es einfach nicht so eine große Sache war.

Du bist mittlerweile 46 und hast wirklich schon sehr viel im Musikgeschäft gesehen. Welchen Ratschlag würdest du dir an einem hypothetischen Karrierebeginn nun geben?
Das wären so viele Ratschläge. (lacht) Im Endeffekt bin ich durch all das gegangen, weil ich eben gewisse Dinge so erlebt habe. Wenn ich die Chance hätte, zu mir selbst zu sprechen, dann würde ich mir auf jeden Fall raten, sofort mit jemanden über die Probleme zu reden und mir damit Hilfe zu geben. So hätte ich mir viel Ärger erspart. Such dir einfach Hilfe, scheu nicht davor zurück.

Konntest du aus all diesen selbst erlebten Erfahrungen etwas mitnehmen, dass dir in der Erziehung deines Sohnes Simon hilfreich war?
Er hat auch harte Zeiten durchgemacht, war zwischendurch einmal heroinsüchtig und es war für uns alle in der Familie verdammt schwierig. Heute bin ich unglaublich stolz auf ihn, er ist einfach grandios. Unlängst hat er sein erstes Auto zusammengebaut, aber auch er musste durch eine dunkle Phase seines Lebens schreiten. Auch wenn er nicht 1:1 dasselbe durchgemacht hat wie ich, hatte ich doch immer mit Depressionen und Panikattacken zu kämpfen, die ich ihm genetisch vielleicht weitergegeben habe. Ich glaube zwar nicht, dass all das mit meiner Vergangenheit verbunden ist, aber es wird bestimmt einen Zusammenhang geben. Ich bin ein sehr schützender Vater, aber habe stark darauf geachtet, ihn nicht zu erdrücken, denn so kannst du schnell den Zugang verlieren. (lacht) Die Reise war lang und hart, aber heute stehen wir beide sehr positiv und gut im Leben.

Ist Boysetsfire in deiner Karriere manchmal ein Fluch, weil du mit jedem anderen Projekt, das du ins Leben rufst, immer damit verglichen werden wirst?
Früher einmal hat mich das tatsächlich oft verärgert und genervt. (lacht) Das Problem war, dass die anderen Projekte einfach nicht so gut funktionierten, weil alle immer Boysetsfire erwarteten. Irgendwann habe ich mir aber die Einstellung zugelegt, dass ich all die anderen Alben rausbrachte, weil ich das für mich und einige andere Menschen machte, die trotzdem Gefallen daran fanden. Im Endeffekt war also alles gut, ich habe mich einfach auf die positiven Seiten fokussiert, auch wenn es anfangs wirklich nervte. Heute verstehen die Leute, dass der Typ von Boysetsfire auch etwas anderes auf einem anderen Level machen kann.

Wie sieht es bei dir künftig mit all diesen Projekten aus?
Es wird auf jeden Fall keine neuen Projekte geben, das ist für mich erledigt. Das kann ich mit absoluter Gewissheit sagen. Mache ich etwas außerhalb von Boysetsfire, dann wird es mein Soloprogramm sein. Ich habe mich da gefunden, es gibt daran nichts mehr zu rütteln. Mit der Band werden wir immer wieder touren, so auch im Sommer, aber ich werde den Fokus auf das Soloprojekt legen. Nicht nur ich, auch die anderen Jungs von Boysetsfire haben andere Sachen zu tun, also wird es eher ein Spaßprojekt bleiben, mit dem wir hier und da live spielen. Solo komme ich das nächste Mal mit einem Cellisten und Piano zurück, um das Projekt auf das nächste Level zu heben. Ich wollte mich jetzt einmal alleine vorstellen, aber jetzt sind mal wieder Boysetsfire dran.

3x2 Karten gewinnen!
Boysetsfire spielen am 27. Juni in der Wiener Arena. Wir verlosen zu diesem Anlass 3x2 Eintrittskarten für das Top-Konzert. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Kennwort „Boysetsfire“ und Ihren Daten an pop@kronenzeitung.at und schon sind Sie im Rennen um den Preis. Einsendeschluss ist Freitag, 22. Juni, 12 Uhr. Die Gewinner werden von uns verständigt. Karten für das Konzert gibt es noch unter www.arena.co.at.

Robert Fröwein
Robert Fröwein

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