Mi, 22. August 2018

Pyhrn-Priel-Region:

06.06.2018 10:00

Nach Pleite stehen Turm, Museum & Co. vor Verkauf

Verzwickt bleibt die Lage der in die Pleite geschlitterten „Touristischen Freizeiteinrichtungen Pyhrn-Priel GmbH“. Die Gläubiger haben gestern den Sanierungsplan nicht abgesegnet, womit Attraktionen, wie der Aussichtsturm am Wurbauerkogel, der Trailogie Bikepark oder Klettersteige, weiter vorm Verkauf stehen.

Nicht Fisch und nicht Fleisch ist das, was bei der Sanierungsplantagsatzung für die mit 763.000 € in der Kreide stehende GmbH herauskam. Den 24 Gläubigern wurde eine 20-Prozent-Quote angeboten. 14 nahmen sie an, jedoch wurde die Mehrheit der Gesamtschulden damit nicht erreicht. „Weil eine von zwei Mehrheiten nicht zustande kam, wird die Sitzung auf 3. Juli vertagt“, sagt mit Gerold Royda jener Mann, der als Geschäftsführer eingesetzt wurde, um die GmbH aus der Krise zu führen.

Zerschlagung des Unternehmens nicht vom Tisch
Sollte der Sanierungsplan Anfang Juli nicht angenommen werden, droht die Zerschlagung des Unternehmens. Sprich, Einrichtungen, wie der Aussichtsturm oder auch das Gerlinde-Kaltenbrunner-Museum, müssten verkauft werden. Deren Wert ist dabei gar nicht so gering, wie erst gedacht. Ein Gutachten zeigte, dass etwa der Turm alleine rund 707.000 Euro bringen könnte - verkauft werden würde aber an den Bestbieter.

Aussichtsturm bringt Eintrittsgeld
Bleibt die Frage, wer solche Einrichtungen kaufen würde? Der Aussichtsturm gehört zumindest zu den Anziehungspunkten im Nationalpark Kalkalpen. Für ihn wird Eintritt kassiert, er könnte Geld einbringen. Viele andere Einrichtungen, wie kostenlos zugängliche Plattformen oder auch Klettersteige, eher weniger.

Gläubiger sollen noch überzeugt werden
Schon vor der Sitzung zweifelte Masseverwalter Norbert Mooseder, dass der Sanierungsplan durchgeht: „Viele Gläubiger hoffen, dass sie eine höhere Quote angeboten bekommen.“ Royda entgegnet: „Es wird nicht mehr geben, das sollten alle Beteiligten wissen!“ Er will nachverhandeln, damit der Plan doch noch durchgeht.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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