Mi, 26. September 2018

101. Giro d’Italia

26.05.2018 16:14

Großschartner jagt auf 20. Etappe auf Platz 3!

Wahnsinn! Der Oberösterreicher Felix Großschartner hat am Samstag sein bisher wertvollstes Ergebnis als Radprofi geschafft. Der 24-jährige Oberösterreicher kam auf der vorletzten Etappe des 101. Giro d‘Italia von Susa über 214 Kilometer nach Cervinia als Dritter ins Ziel. Der Bora-Fahrer hatte 2:42 Minuten Rückstand auf den spanischen Etappensieger Mikel Nieve Iturralde. Der Brite Chris Froome, der am Vortag das Rosa Trikot übernommen hatte, verteidigte seine Gesamtführung problemlos und steht vor seinem ersten Giro-Triumph. Großschartners Bora-Teamkollege Konrad lag als Etappen-15. 6:45 Minuten zurück, machte damit aber einen Rang gut und verbesserte sich auf Rang sieben der Gesamtwertung.

Froome ließ einen Tag nach seiner beeindruckenden Soloflucht nichts mehr anbrennen. Vorjahressieger Tom Dumoulin, der mit 40 Sekunden Rückstand in die Etappe gestartet war, griff im Schlussanstieg mehrmals an, kam aber nicht weg. Im Gegenteil: Froome hinterließ bei der Bergankunft den stärkeren Eindruck als der Niederländer und nahm Dumoulin sogar noch sechs Sekunden ab. Froome wird am Sonntag in Rom die dritte große Rundfahrt nacheinander für sich entscheiden. Im Vorjahr hatte er Tour de France und Vuelta gewonnen. Seit der letztjährigen Spanien-Rundfahrt läuft aber gegen den 33-jährigen Briten ein Doping-Verfahren wegen eines erhöhten Salbutamol-Wertes, sein Gesamtsieg hinterlässt deshalb einen fahlen Beigeschmack.

Wie am Freitag Simon Yates gab es auch am Samstag einen großen Verlierer. Der Franzose Thibaut Pinot, als Gesamtdritter gestartet, brach völlig ein und fiel weit zurück. Der Kolumbianer Miguel Angel Lopez übernahm dadurch Rang drei, Konrad machte ebenfalls einen Platz gut.

In den Kampf um den Etappensieg konnten die Topfahrer nicht eingreifen. Großschartner begann mit Nieve und Gianluca Brambilla in einer dreiköpfigen Fluchtgruppe den Anstieg auf den Col Saint Pantaleon, den vorletzten Berg der Etappe und des diesjährigen Giro. Ursprünglich hatte sich das Trio schon wenige Kilometer nach dem Start als Teil einer großen Gruppe vom Feld abgesetzt. 32 Kilometer vor dem Ziel musste Großschartner die Hoffnungen auf einen ähnlichen Coup wie Lukas Pöstlberger aufgeben. Sein diesmal durch eine Erkrankung zurückgeworfener Bora-Teamkollege hatte 2017 die erste Etappe gewonnen. Großschartner konnte Nieve nicht folgen, der Spanier gewann schließlich an seinem 34. Geburtstag zum dritten Mal in seiner Karriere eine Giro-Etappe.

Großschartner: „Wollte Chance nützen“
Großschartner, eigentlich Edelhelfer im Team, machte am Samstag aus seinen Freiheiten sein Bestes. „Ich habe drei Wochen alles für meine Mannschaft gegeben und als ich heute die Chance bekam, wollte ich diese natürlich nützen und wurde Dritter. Der Sieg war leider nicht drinnen, Nieve war einfach zu stark“, sagte der Etappen-Dritte aus Oberösterreich. Das Bora-Team durfte auch gesamt positiv bilanzieren. Mit Konrad (7.) und Davide Formolo (10.) hat das deutsche Team zwei Fahrer in den Top Ten der Gesamtwertung. „Dass wir vor der Schlussetappe nicht nur zwei Fahrer unter den Top Ten haben, sondern auch ausreichend Ressourcen hatten, Felix für seine Helferdienste heute mit einem Freifahrt-Schein zu belohnen, freut mich auch persönlich riesig“, sagte der sportliche Leiter Christian Pömer.

Das Ergebnis der 20. Etappe:
1. Mikel Nieve Iturralde (ESP) Mitchelton 5:43:48 Stunden
2. Robert Gesink (NED) Team Lotto NL +2:17 Minuten

3. Felix Großschartner (AUT) Bora +2:42
4. Giulio Ciccone (ITA) Bardiani +3:45
5. Gianluca Brambilla (ITA) Trek-Segafredo +5:23
6. Wout Poels (NED) Sky +6:03
7. Christopher Froome (GBR) Sky
8. Davide Formolo (ITA) Bora
9. Domenico Pozzovivo (ITA) Bahrain
10. Richard Carapaz (ECU) Movistar alle gleiche Zeit
Weiters:
12. Miguel Angel Lopez (COL) Astana +6:03
13. Tom Dumoulin (NED) Sunweb +6:09
15. Patrick Konrad (AUT) Bora +6:45
88. Thibaut Pinot (FRA) Groupama +45:32
111. Georg Preidler (AUT) Groupama gleiche Zeit
Der Stand in der Gesamtwertung:
1.
Christopher Froome (GBR) Sky 86:11:50 Stunden
2. Tom Dumoulin (NED) Sunweb +0:46 Minuten
3. Miguel Angel Lopez (COL) Astana +4:57
4. Richard Carapaz (ECU) Movistar +5:44
5.
Domenico Pozzovivo (ITA) Bahrain +8:03
6. Pello Bilbao (ESP) Astana +11:50

7. Patrick Konrad (AUT) Bora +13:01
8. George Bennett (NZL) Lotto NL +13:17
9. Sam Oomen (NED) Sunweb +14:18
10. Davide Formolo (ITA) Bora +15:16
Weiters:
16. Thibaut Pinot (FRA) Groupama +43:46
28. Felix Großschartner (AUT) Bora +1:28:47
30. Georg Preidler (AUT) Groupama +1:33:24

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