Do, 19. Juli 2018

Vojtěch Štursa

24.05.2018 21:34

DIESES Mager-Bild von Skispringer sorgt für Wirbel

Gibt es wieder Mager-Alarm im Skispringer-Zirkus? Muss man sich wieder Sorgen um die Gesundheit der Bezwinger von Schanzen rund um den Globus machen? Treibt sie die Gier nach weiteren Flügen und damit einhergehenden Erfolgen bis ans Äußerste? Ein derzeit im Internet zirkulierendes Bild lässt solche Befürchtungen aufkommen, zeigt es doch den Tschechen Vojtěch Štursa in scheinbar verhungertem Zustand, offenbar im Rahmen eines Skisprung-Bewerbs oder zumindest in einem Training. Doch ist das die ganze Wahrheit?

Einfache Antwort: Nein! Abgesehen davon, dass dieses Bild bereits einige Monate auf dem Buckel hat, weil es von den Olympischen Spielen in Pyeongchang stammt, ist es auch noch gestellt. Štursa selbst erklärte in einem Interview mit dem norwegischen „Dagbladet“: „Ich posiere auf eine besondere Art und Weise. Ich habe mit meinem Bauch gespielt.“ Freilich: Ein molliges „Schwergewicht“ mit „viel zum Liebhaben“ wird aus Štursa wohl auch bei nicht-eingezogenem Bauch nicht mehr. Allerdings gehört dies bis zu einem gewissen Grad wohl zum Berufsbild eines Skispringers.

Der Internationale Skiverband versucht zumindest, ein „Wettrennen“ von gesundheitsbedrohenden Ausmaßen zu verhindern. Bereits vor einigen Jahren wurden bestimmte Grenzwerte eingeführt, die verhindern sollen, dass Skispringer mit Untergewicht an den Start gehen und hungern, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Die maximal erlaubte Skilänge beträgt ja 145 Prozent der Körpergröße, wobei allerdings zumindest ein Bodymass-Index (BMI) von 21 erreicht werden muss. Sind Athleten zu leicht, müssen sie nach einer genauen Tabelle ihre Skier verkürzen.

Abgesehen von solchen Erwägungen wohnt dem Bild, das Štursa im Februar selbst auf Instagram gepostet hatte, ein ganz anderer Skandal inne. Denn der Tscheche hatte es nach schwachen Auftritten in Südkorea mit den begleitenden Worten „Wenn du springst wie ein Somalier, solltest du auch aussehen wie ein Somalier!“ versehen. Was daran witzig sein sollte, weiß wohl nur Štursa selbst - was er mit einiger Verzögerung auch selbst realisierte: „Es tut mir wirklich leid, ich wollte niemanden beleidigen! Es war ein Versuch, mich über mich selbst und meine erbärmlichen Leistungen lustig zu machen!“

Hannes Maierhofer
Hannes Maierhofer

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