Mi, 19. Dezember 2018

Sieg gegen 76ers

10.05.2018 08:14

Boston Celtics komplettieren NBA-Halbfinale

Nach den Cleveland Cavaliers, Houston Rockets und Titelverteidiger Golden State Warriors sind auch die Boston Celtics ins Halbfinale der NBA eingezogen. Der Rekordmeister feierte am Mittwochabend einen hart erkämpften 114:112-Heimsieg über die Philadelphia 76ers und gewann damit die „best of seven“-Serie der zweiten Play-off-Runde 4:1.

Boston, das auch sein siebentes Play-off-Heimspiel in diesem Jahr gewann, wurde erneut von Jayson Tatum mit 25 Punkten angeführt. Der 20-jährige Rookie erzielte damit zum siebten Mal en suite zumindest 20 Zähler. Daneben scorten auch noch die anderen vier Celtics-Starter - Jaylen Brown (24), Terry Rozier (17), Al Horford (15) und Aron Baynes (13) - ebenso wie „sixth man“ Marcus Smart (14) zweistellig. Bei den Gästen aus Philadelphia verzeichneten All-Star Joel Embiid (27 Punkte/12 Rebounds) und Dario Saric (27/10) Double-Doubles.

Der 17-fache NBA-Champion aus Boston (zuletzt 2008) bekommt es nun im Finale der Eastern Conference mit den Cleveland Cavaliers und Superstar LeBron James zu tun. Dieses Duell gab es schon im Vorjahr, damals zogen die „Cavs“ mit 4:1-Siegen zum dritten Mal in Serie ins NBA-Finale ein. Den zweiten Endspiel-Teilnehmer ermitteln im großen West-Schlager Grunddurchgangssieger Houston und die in Oakland beheimateten Warriors, die ihren dritten Titel in vier Jahren anpeilen.

Abseits des Courts wurde Toronto-Raptors-Headcoach Dwane Casey am Mittwoch von seinen Betreuer-Kollegen in der besten Basketball-Liga der Welt als Trainer des Jahres ausgezeichnet. „Dwane Casey hat es neuerlich geschafft, das Maximum aus dem Toronto-Kader herauszuholen und damit die Topposition in der Eastern Conference zu erreichen“, betonte Dallas-Trainer Rick Carlisle, der Präsident der NBA-Cheftrainer-Vereinigung (NBCA) ist, in seiner Laudatio auf Casey.

Der 61-jährige US-Amerikaner hatte Toronto zum Klub-Rekord von 59 Siegen (bisher 56 aus der Saison 2015/16) im 82 Spiele umfassenden Grunddurchgang geführt. Damit war das Team von Österreichs NBA-Pionier Jakob Pöltl erstmals die Nummer eins der Eastern Conference. Trotzdem scheiterten die Raptors wie im Vorjahr bereits in der zweiten Play-off-Runde mit 0:4 am Angstgegner Cleveland.

Seit dem Ausscheiden am Montagabend mehrten sich in kanadischen Medien Stimmen, dass Casey gefeuert werden solle. Team-Präsident Masai Ujiri meldete sich am Mittwoch erstmals zu diesem Thema zu Wort. „Ich glaube an Dwane Casey, ich glaube an die Arbeit, die er geleistet hat“, betonte der 47-Jährige. „Ich schaue mir alles genau an, Negatives und Positives und wie alles zusammenkommt.“ Auch Casey nahm am Mittwoch Stellung zu den Gerüchten um seine Person. „Das gehört zum Geschäft. Ich bin ein leichtes Ziel. Ich habe alle Artikel gelesen, Texte, all diese Sachen. Ich verstehe, was gesagt wurde. Ich tappe nicht im Dunkeln, aber ich suche kein Vertrauensvotum, weil ich nichts anderes gehört habe“, gab Casey, dessen Vertrag noch ein Jahr läuft, zu Protokoll.

Er ist seit Sommer 2011 in der kanadischen Metropole tätig und hat seit der Saison 2013/14 stets die Play-offs mit Toronto erreicht. Dazu haben die Raptors unter Caseys Führung die fünf besten Saisonen ihrer Klub-Geschichte gespielt und sind 2016 erstmals ins Finale der Eastern Conference vorgestoßen. Auch damals scheiterten sie mit 2:4 in der „best of seven“-Serie an den von „King James“ angeführten Cavaliers.

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