Mi, 19. Dezember 2018

Ursache unklar

23.04.2018 12:16

Nordkorea: 32 Touristen bei Busunglück getötet

Bei einem schweren Busunglück in Nordkorea sind am Sonntagabend 36 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sind 32 chinesische Touristen und vier Nordkoreaner, wie der Sprecher des Außenministeriums in Peking, Lu Kang, am Montag berichtete. Zwei weitere chinesische Staatsbürger seien in einem kritischen Zustand.

Das Unglück ereignete sich am Sonntagabend in der nördlichen Provinz Hwanghae südlich der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Das chinesische Staatsfernsehen berichtete zunächst auf Twitter, der Bus sei von einer Brücke gestürzt, der Tweet wurde aber später wieder gelöscht.

Unbestätigten Berichten zufolge sollen die Touristen aus der Stadt Shenyang in Nordostchina stammen. Das Außenministerium in Peking berichtete, dass Vertreter der chinesischen Botschaft in Pjöngjang zur Unglücksstelle geeilt seien. China entsandte zudem ein medizinisches Team nach Nordkorea.

Straßen häufig in schlechtem Zustand
Die Ursache des schweren Unfalls war zunächst nicht bekannt. Die Straßen in dem isolierten und armen Land sind zwar nicht viel befahren, aber Autos und auch Reisebusse sind nicht immer in einem guten Zustand. Auch erleben Reisende bei Überlandfahrten mit Bussen häufig waghalsige Fahrmanöver bei überhöhter Geschwindigkeit.

Chinesische Touristen gehören zu den größten Gruppen ausländischer Reisender und besuchen gerne Stätten, die an den Koreakrieg (1950 bis 1953) erinnern. Damals hatten chinesische „Freiwilligenverbände“ an der Seite Nordkoreas gegen die UN-Truppen im Süden der Koreanischen Halbinsel unter US-Führung gekämpft.

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