Mi, 15. August 2018

Bessere Abwehr

11.04.2018 07:19

Taser-Einsatz auch für Wiens Bereitschaftspolizei

Zur effektiveren Abwehr beispielsweise von Messerattacken darf - neben Spezialeinheiten wie der WEGA - ab sofort auch die Bereitschaftseinheit der Wiener Polizei Elektroschockpistole - sogenannte Taser - tragen und einsetzen. Einen entsprechenden Erlass hat Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) nun verabschiedet. Insgesamt werden 20 derartige Waffen an die Beamten der schnelleingreifenden Polizeieinheit ausgegeben. „Bis Ende Mai soll die dafür erforderliche Grundausbildung vorgenommen sein“, teilte das Innenministerium mit.

Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Erweiterung des Aufgabenspektrums für die Bereitschaftseinheit, insbesondere für Einsätze bei Schwerpunktstreifen und -kontrollen an Hotspot-Bereichen im Wiener Stadtgebiet wie dem Praterstern. „Der Taser kann vor allem dann helfen, wenn zum Beispiel Messerangriffe abgewehrt werden müssen“, so Innenminister Kickl. Bei Einsätzen, wo mit solchen Angriffen vermehrt zu rechnen ist, sollte der Taser daher auch am Ort des Geschehens verfügbar sein.

Bisher nur wenige Einheiten berechtigt
Bisher waren nur Angehörige der Einheiten Cobra und WEGA, der Einsatzgruppen zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS), ausgewählte Angehörige der Polizeianhaltezentren (PAZ) und wenige Angehörige der Bereitschaftseinheit Oberösterreich berechtigt, Taser einzusetzen. Mit Erlass von Montag gibt es nun eine Erweiterung auf das Kaderpersonal der Bereitschaftseinheit Wien.

Mehr „Feuerkraft“
Seit 2006 gehört der Taser zum Waffenrepertoire der Spezialeinsatzkräfte der Polizei, bewährte sich seither als probates Mittel, um brenzlige Situationen zu entschärfen, und machte in den meisten Fällen den Gebrauch von Schusswaffen erst gar nicht nötig. Nun soll frischer Wind einziehen, das mittlerweile veraltete Gerät in Pension geschickt und Platz geschafft werden für ein neues Taser-Modell - mit quasi „doppelter Feuerkraft“.

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