Mo, 10. Dezember 2018

Umsetzung bis Sommer

10.04.2018 08:45

Poller in der Grazer City als Schutz gegen Terror

Die Wahnsinnstat in Münster lässt die Erinnerungen an die Amokfahrt in Graz wieder hochkommen. Bereits seit längerem wird über Schutzmaßnahmen in der Grazer Innenstadt geredet, passiert ist bis dato aber nichts. Das soll sich nun ändern.

Die Planungen, bei denen man sich auch die Expertise der Polizei geholt hat, seien abgeschlossen, sagt Wolfgang Hübel. Er ist für die Sicherheit in der Stadt Graz zuständig. Geschützt werden sollen „Bereiche, die als besonders gefährdet gelten“, so Hübel, mit den Details werde man im Mai an die Öffentlichkeit gehen.

Die Rede ist von Pollern und anderen Schutzbauten. „Die Maßnahmen werden so gestaltet sein, dass sie das Stadtbild nicht stören“, erklärt Hübel, „eine Mauer à la Bundeskanzleramt wird es in Graz nicht geben.“ Die Umsetzung soll bis zum Sommer erfolgen.

Hübel betont, dass es nicht möglich sei, einen lückenlosen Schutzwall um die Fußgängerzone im Zentrum zu bauen: „Schon allein wegen der Straßenbahn. Anrainer und Lieferanten müssen auch zufahren können.“

Viele in der Stadt fragen sich, warum nicht längst Maßnahmen ergriffen wurden. Die Amokfahrt in Graz ist fast drei Jahre her. „Man dachte zuerst, dass sei ein singuläres Ereignis gewesen. Erst als es in anderen Städten ähnliche Vorfälle gab, fiel die Entscheidung, etwas zu tun“, sagt Hübel. Nachsatz: „Außerdem muss man so etwas sorgfältig planen.“

Ernst Grabenwarter
Ernst Grabenwarter

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