Prüfung läuft:

Alte Post könnte Welser Bus-Drehscheibe weichen

Der Welser Stadtplatz bekommt ein neues „Gesicht“, was am Kaiser-Josef-Platz („KJ“) passieren wird, ist weiterhin offen. Zentraler Punkt ist die Busdrehscheibe, deren Verlegung zum Bahnhof nun ernsthaft geprüft wird. Die Stadt verhandelt dafür nun mit den ÖBB über den Ankauf der ehemaligen Post.

Das ehemalige Postgebäude direkt neben dem Bahnhof in Wels ist ein optischer Schandfleck. Die Fassaden bröckeln, die Fensterscheiben sind teils zerbrochen – trotzdem verhandelt die Stadt Wels nun über den Ankauf des maroden Gebäudes. „Wir überlegen, dort die Busdrehscheibe vom ,KJ‘ hinzuverlegen“, verrät Stadtchef Andreas Rabl. Die Verhandlungen mit den ÖBB über die Möglichkeit eines Ankaufs und den Preis wären bereits im Gange.

Bedenken wegen Fahrgastfrequenz
Eine weitere Frage, die es vor einer Entscheidung zu klären gilt, ist die Veränderung der Fahrgastfrequenz. Das gibt auch Florian Niedersüß, Vorstandssprecher der eww Group, die die Abgangsdeckung der Linie Wels übernimmt, zu Bedenken: „Zwischen 1984 und 1992 war die Busdrehscheibe beim Bahnhof. Da haben wir gegenüber dem alten Standort am ,KJ‘ 30 Prozent der Fahrgäste eingebüßt, obwohl der Takt verdichtet wurde. Nachdenken kann man trotzdem über alles.“

Verlegung öffnet Möglichkeiten für „KJ“
Rabl will sowieso Fahrgäste befragen, bevor etwas fixiert wird. Sollte die Drehscheibe „verpflanzt“ werden, hätte die Stadt neue Möglichkeiten für den „KJ“.

ÖBB überlegen Verkaufsfläche
Die ÖBB sind einem Verkauf jedenfalls nicht abgeneigt: „Wir überlegen, wie viel wir von den 4000 Quadratmetern selbst benötigen und wie viel verkauft werden kann“, so ÖBB-Sprecher Karl Leitner.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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