Do, 13. Dezember 2018

Experten sicher:

08.03.2018 15:14

Risiko bei Herzklappen-OP sinkt dank neuer Technik

Dank neuer Techniken sinkt das Risiko bei Herzklappen-OPs. Die TAVI-Methode wurde 2017 in Innsbruck bereits bei rund einem Drittel der circa 300 Herzklappen-Patienten eingesetzt.

Innsbrucker Experten sehen die kathetergestützte Herzklappen-OP TAVI (Transkathether Aortic Valve Implantation, Anm.) im Aufwind. Bei etwa einem Drittel der rund 300 Herzklappen-Patienten im Jahr 2017 in Innsbruck wurde auf diese dort seit 2008 eingesetzte minimal-invasive Methode zurückgegriffen. Bei diesem Eingriff kann man mittlerweile auf eine Mortalitätsrate von etwa fünf Prozent verweisen.

„Technik hat sich verfeinert“
Das führte Guy Friedrich von der Universitätsklinik für Innere Medizin III Innsbruck vor allem darauf zurück, dass sich die „Technik verfeinert“ habe. „Und wir sind durch unsere Erfahrung ebenfalls besser geworden“, fügte er bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Innsbruck hinzu. Eben jene Mortalitätsrate bemisst sich nach dem Versterben der Patienten während der Operation oder in den ersten Tagen danach. Die TAVI-Technik unterscheidet sich laut Friedrich grundlegend von chirurgischen Eingriffen. „Bei diesen wird die alte Herzklappe herausgenommen, während bei der TAVI-Methode die Klappenprothese in den Körper eingebracht wird und dort Engstellen überwindet“, so der Mediziner. Die Erkrankung der Aortenklappe, bei der TAVI zum Einsatz kommt (Aortenklappenstenose, Anm.), bezeichnete Friedrich dabei insgesamt als eine „Krankheit des Alters“, weil sie ab Mitte 60 signifikant häufiger auftritt. Eine weitere Besonderheit sei, dass man im Vorfeld wenig gegen diese Verkalkung machen könne. Ihre Folgen sind Beschwerden wie Atemnot, Schwindel oder Bewusstlosigkeit. „Man kann alles richtig machen und dennoch verkalkt diese Herzklappe“, konstatierte er.

30 Prozent ohne chirurgische Therapie
Ein Problem sei auch die Dunkelziffer, hielt er fest. „30 Prozent bekommen keine chirurgische Therapie“, führte Friedrich aus. Dies sei ein großes Problem, zumal ab dem Zeitpunkt des Auftretens der Symptome davon auszugehen sei, dass der Patient in ungefähr zwei Jahren versterbe, so Friedrich.

200 bis 300 Patienten werden noch konventionell behandelt
Bei dieser Dunkelziffer sei TAVI auf alle Fälle ein Fortschritt, meinte dazu Nikolaos Bonaros von der Universitätsklinik für Herzchirurgie in Innsbruck. „Die TAVI-Fälle haben sich international gesehen in den letzten drei Jahren verdoppelt“, konstatiert er. Die Operationsmethoden hätten sich aber insgesamt verbessert und seien auch „mehr Patienten zumutbar“, so Bonaros. Die TAVI-Methode ersetze aber aus Sicht des Herzchirurgen Bonaros nicht die „herkömmliche Methode“. Diese kann nämlich mittlerweile auch größtenteils minimal-invasiv durchgeführt werden. „Immerhin haben wir in Innsbruck 2017 noch bei 200 der 300 Patienten die konventionelle Methode eingesetzte“, betonte er. „Die Methode TAVI wird aber noch wachsen“, stellte sein Kollege Friedrich klar.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Tirol
Aktuelle Schlagzeilen
Brutale Königsklasse
Rot-Orgie: Wöber-Grätsche und Müller-Kung-Fu
Fußball International
Hier das Party-Video
Rapid: 12.000 Rangers-Fans feiern Euro-Hit in Wien
Fußball International
Rot für Wöber
Tor-Show! Bayern vergeben Sieg, holen aber Platz 1
Fußball International
Auch Roma verliert
Peinlich! Real kassiert gegen Moskau Heim-Blamage
Fußball International
Salzburg-Sportboss
Freund: „Wollen das Stadion zum Brodeln bringen“
Fußball International
Rapid-Coach sicher
Kühbauer: „Haben die bessere Ausgangssituation“
Fußball International
Persönliche Probleme
Spielsucht? Celtic-Stürmer fehlt gegen Salzburg
Fußball International
Rangers-Coach
Gerrard erwartet „50:50-Match“ gegen Rapid
Fußball International
Aber er will bleiben
Liebes-Krach: Verlobte schmeißt Maradona raus
Fußball International
Es geht um China
UEFA plant Champions League am Wochenende
Fußball International
Wegen Daumenverletzung
Neureuther verzichtet auf Rennen in Alta Badia
Wintersport
Tirol Wetter
-7° / 0°
heiter
-10° / -2°
heiter
-9° / -3°
heiter
-9° / -2°
heiter
-7° / -2°
leichter Schneefall

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.