21.02.2018 06:00 |

Anschlag geplant?

Student wollte Bub (7) zu IS-Soldat ausbilden

In Deutschland steht seit Dienstag ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat vor Gericht. Der 30 Jahre alte Medizinstudent syrischer Abstammung soll einen Anschlag auf eine Synagoge in Berlin geplant und den Sohn seiner Partnerin misshandelt haben, um ihn zum Kindersoldaten zu drillen.

Laut Anklageschrift hat der 30-Jährige dem Buben Videos vorgeführt, "die zeigten, wie andere Kinder für den IS kämpften, auf andere Menschen schossen und selbst erschossen wurden". Ziel sei es gewesen, den Siebenjährigen für das Gedankengut des IS empfänglich zu machen und als Kämpfer zu gewinnen.

Siebenjährigen mit Holzstock geschlagen
Dazu soll er dem Kind mit einem Holzstock auf den Bauch geschlagen haben. Er habe "unter völliger Missachtung der ihm überlassenen Fürsorge aus einer rohen und gefühllosen Gesinnung heraus gehandelt", sagte der Staatsanwalt.

Um einen Anschlag auf eine Synagoge in Berlin vorzubereiten, soll sich der Angeklagte zudem die Anleitung zum Bau einer Bombe aus dem Internet heruntergeladen haben. Auch habe er mehrere Bekannte zu Selbstmordanschlägen für den IS aufgefordert - er habe Taten mit "möglichst vielen Opfern unter den aus seiner Sicht Ungläubigen" gewollt, erklärte der Staatsanwalt.

Angeklagter will sich "aktiv verteidigen"
Der Mann äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen, kündigte aber an, er werde sich selbst "aktiv verteidigen". Er muss sich wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorgruppe, Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen verantworten. 2012 war er mit einem Visum nach Deutschland gekommen.

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