Der größte Bock, der geschossen wurde, war der berühmt-berüchtigte Russland-Gasliefervertrag: Als abzusehen war, dass sich der Gaspreis in Richtung freier Fall bewegt, haben die EStAGler einen Zwei-Jahres-Kontrakt zu einem (hohen) Fixpreis abgeschlossen. Ein immenser Schaden für Konsumenten.
Abbruchbescheid für Konzernzentrale
Amateurhaftes Prozedere beim Bau der Konzernzentrale – die Stadt Graz hat sogar einen Abbruchbescheid erlassen (Nachlese in der Infobox) – ist ja aktuell in aller Munde.
"Supergagen" trotz Umsatzeinbrüchen
Dazu kommt die Privilegiendiskussion: Wie die "Steirerkrone" aufdeckte, soll den Vorständen – obwohl heuer dramatische Einbrüche befürchtet werden – exorbitante Prämien bezahlt werden. Und, dass sich Maier für nicht konsumierte Urlaube noch einmal 80.000 Euro auszahlen lassen will, ist überhaupt frivol...
Auslandsstrategie nicht erkennbar
Doch damit ist noch lange nicht Schluss. Als da wären noch: Dass der Bereich "Erneuerbare Energie" geradezu stiefmütterlich behandelt wurde, eine Auslandsstrategie nach fünf Jahren nicht erkennbar sei, die Konzernzentrale in Sachen Mitarbeiter aufgebläht wurde und man in Sachen Kraftwerk Voitsberg – dass dann Investor Mirko Kovats gekauft hat – mehr als unglücklich agiert hat...
Grosz: "Unfähige Politgünstlinge"
All das bringt etwa BZÖ-Chef Gerald Grosz in Rage. Der wettert gegen "unfähige Politgünstlinge, die die EStAG zu einer Schande für die Steiermark gemacht haben". Die neue Führung, Oswin Kois und Olaf Kieser, müsse den Augiasstall ausräumen.
Polit-Kleinkrieg
Und der politische Kleinkrieg ist auch in vollem Gang. Während ÖVP-Klubchef Christopher Drexler die Abberufung von Aufsichtsratspräsident Peter Schachner aus allen Funktionen fordert, kontert SPÖ-Sekretär Toni Vukan, dass die Altvorstände ja von der ÖVP in ihre Funktionen gehievt worden seien...
"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger "Steirerkrone"
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