21.12.2017 08:08 |

Täter festgenommen

Melbourne: Auto mäht mit 100 km/h Fußgänger nieder

In der australischen Metropole Melbourne sind am Donnerstag zwei Männer mit einem weißen SUV mitten im abendlichen Berufsverkehr absichtlich und mit rund 100 km/h in eine Menschenmenge gerast. Es gibt laut Polizei 19 Verletzte - darunter laut Medien ein Volksschulkind, das schwere Kopfverletzungen erlitt und drei weitere Schwerverletzte. Der Fahrer sowie sein Beifahrer wurden festgenommen.

Laut "Herald Sun" berichtete ein Augenzeuge, dass die "Horrorfahrt" etwa 15 Sekunden gedauert habe. "Er ist über eine rote Ampel gefahren, dann ging es bumm, bumm, bumm! Auf dem Boden lagen Menschen, andere rannten zu ihnen - es war Chaos." Das Drama ereignete sich gegen 16.40 Uhr (Ortszeit) auf dem größten Zebrastreifen in Richtung der Bahnstation Flinders Street. Der Mann habe ganz offensichtlich Menschen treffen wollen, weil er direkt auf die größte Menge zugesteuert sei. Auf den Straßen von Australiens zweitgrößter Stadt herrschte wegen des Weihnachtsgeschäfts reges Treiben.

"Wir konnten diesen Lärm hören", sagte eine Augenzeugin namens Sue dem Melbourner Radiosender 3AW: "Als wir nach links schauten, sahen wir dieses weiße Auto, es mähte einfach alle um. Menschen flogen überall herum." Ein Mann namens David berichtete Network Ten: "Alles, was ihn langsamer machte, war der Aufprall auf die Körper. Ich hörte nur bang, bang, bang."

32-jähriger Lenker mit Drogenproblemen
Sieben Menschen wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Zwei Männer - der Fahrer des SUV und ein weiterer Mann, der ebenfalls mit im Wagen gesessen hatte - wurden festgenommen. Der 32-jährige Verdächtige sei der Polizei wegen Drogenproblemen und kleineren Delikten bekannt und habe "psychische Probleme", sagte der Polizeichef des Bundesstaates Victoria, Shane Patton. "Derzeit haben wir keine Hinweise oder Geheimdiensterkenntnisse, die auf eine Terrorverbindung hindeuten" - oder auf Extremismus, fügte Patton hinzu.

Bilder und Videos vom Tatort zeigen die beiden Männer:

Folgendes Video soll die schrecklichen Szenen kurz nach der Attacke zeigen:

Der Vorfall ähnelt einem anderen vom Jänner, als ein Fahrer am selben Ort zu einer Fahrt ansetzte und in einer Fußgängerzone in Passanten raste. Sechs Menschen starben, 30 wurden verletzt. Dem Fahrer wird sechsfacher Mord vorgeworfen. Der Vorfall vom Jänner wird nicht als Terrorakt behandelt.

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