Olympia-Einsatz

Für Schiri Einwaller geht ein Traum in Erfüllung

Olympia
21.08.2008 11:19
Als die unerwartete Erfüllung eines Traums hat der österreichische Schiedsrichter Thomas Einwaller die Nominierung für das Spiel um Platz drei beim Olympischen Herren-Turnier bezeichnet. Am Freitag ab 13 Uhr pfeift der 31-jährige Tiroler in Shanghai die Begegnung zwischen Brasilien und Belgien. Das Spiel um Bronze stellt den bisherigen Höhepunkt in der Karriere des jungen Unparteiischen aus Scheffau bei Kufstein dar, der eines Tages die Nachfolge von EURO-Schiri Konrad Plautz antreten könnte.

"Ich habe nie damit gerechnet", gestand Einwaller vor dem Abflug von Peking nach Shanghai, "aber scheinbar war die Leistung unseres Teams überzeugend". Assistiert von Roland Heim und Norbert Schwab war Einwaller bereits beim 3:0 von Italien über Südkorea in der Vorrunde im Einsatz gewesen, zudem war Einwaller zweimal als vierter Offizieller eingeteilt.

Olympia ist für Einwaller, der als Bankrevisor in Kufstein arbeitet, aber kein Neuland. Denn seine Ehefrau Monika, die mit dem gemeinsamen Sohn Dominik zu Hause Einwallers Auftritt verfolgt, war unter den Namen Haselsberger schon zweimal bei Sommerspielen im Einsatz. 2000 in Sydney und 2004 in Athen hatte sie mit dem Luftgewehr jeweils Rang neun erschossen. Vor den Spielen in Peking hatte Einwaller gemeint, er habe mit seiner Nominierung den "familiären olympischen Anschlusstreffer" geschafft. "Jetzt habe ich den Ausgleich erzielt", scherzte Einwaller, "immerhin ist das Spiel um Bronze sehr hoch anzusetzen."

Hoffnung auf Karrieresprung
Einwaller, der bisher auf 30 internationale Einsätze verweisen kann ("Höhepunkt war sicherlich im UEFA-Cup das Spiel zwischen Spartak Moskau und Olympique  Marseille"), kann nun auf den großen Karrieresprung hoffen. "Olympia ist eine Art Generalprobe für die WM 2010 in Südafrika", meinte Einwaller, dem aber bewusst ist, dass bis dorthin noch ein weiter Weg vor ihm liegen wird. Für die Schiri-Karriere hat Einwaller in China viel erreicht, olympische Luft haben er und seine Assistenten aber kaum schnuppern können. "Wir haben uns in Peking gut eingelebt. Der Besuch von Wettkämpfen ist sich aber leider kaum ausgegangen", bedauerte Einwaller.

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