Wahre Goldgrube

Olympia beschert IOC neue Einnahme-Rekorde

Olympia
20.08.2008 12:26
Die lukrativsten Weltrekorde bei Olympia stellt kein Athlet auf - sondern das IOC. Schon der zu Ende gehende olympische Zyklus mit Winterspielen in Turin und Sommerspielen in Peking spülte mit 2,6 Milliarden Dollar (knapp 1,8 Milliarden Euro) Fernseheinnahmen neue Höchstsummen in die Kassen des Internationalen Olympischen Komitees.

Dem IOC scheint ein Boom ohne Ende ins Haus zu stehen, denn für die nächste Olympiade in Vancouver und London erwartet IOC-Marketingdirektor Timo Lumme noch einmal 50 Prozent höhere Einnahmen: Nach derzeitigem Stand wird das IOC für sein Produkt Olympia dann 3,8 Milliarden Dollar (umgerechnet knapp 2,6 Milliarden Euro) nur mit dem Verkauf der Fernsehrechte verdienen.

TV-Zuschauerquoten hoch wie noch nie
Für die Weltbevölkerung bedeutet dies, dass es praktisch keine olympiafreien Zonen mehr gibt. Aus Peking werden insgesamt 5.000 Stunden Olympia übertragen - nach Lummes Angaben drei Mal so viel wie aus Athen 2004. Die Zuschauerquoten sind nach Angaben Lummes höher als je zuvor - sogar in Europa, wo die Wettbewerbe live nur am Tag zu sehen sind. "Die Leute gucken zu Hause - und sie gucken während der Arbeitszeit", sagt Lumme. Die olympischen Wettbewerbe sind mittlerweile in über 200 Ländern und Territorien zu empfangen.

1,2 Milliarden Menschen sahen Eröffnungsfeier
Allein die Eröffnungsfeier verfolgten nach den vorläufigen Schätzungen weltweit 1,2 Milliarden Menschen vor dem Fernseher, davon zwei Drittel in China. Die steigenden Preise für die Übertragungsrechte erklären sich unter anderem mit dem rasanten Wachstum des Internet-Markts. Der US-Sender NBC etwa meldet für seine olympischen Webseiten 30 Mal höhere Zugriffsraten als 2004 in Athen.

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