Gold ging an die Australierinnen Elise Rechichi/Tessa Parkinson. Bei den Herren gewannen deren Landsleute Nathan Wilmot/Malcolm Page.
Risiko machte sich nicht bezahlt
Die Chance der Europapameisterinnen aus Österreich auf Bronze bestand darin, die vor ihnen liegenden Teams aus Brasilien und Israel in Schach zu halten, doch ausgerechnet diese zwei hatten in der finalen Wettfahrt das Quäntchen mehr Wind auf ihrer Seite und wurden Erste und Zweite. "Wir waren bis zwei Drittel der ersten Kreuz super dabei, doch dann kam eine Böe und Israel war wieder voll im Trapez und vorne mit Brasilien dabei. Nach der ersten Luv-Boje waren sie schon so weit vorne, da war es eigentlich klar, dass es für uns nur noch mit einem totalen Extremschlag mit sehr viel Risiko etwas wird", erklärte Steuerfrau Vogl.
"Ein bisserl ein Glücksspiel"
Aber auch mit vollem Risiko (Vogl: "Wir brauchen den anderen nicht hinten nachfahren, denn dann werden wir sie nicht holen") war nichts mehr zu machen. Und auch wenn das Medal Race wegen der unterschiedlichen Windverhältnisse "ein bisserl ein Glücksspiel" gewesen sei, so meinte Vogl, dass sich über die gesamte Regatta gesehen alles ausgeglichen habe. "Es hielt sich die Waage. Und in den zwei Wettfahrten, die wir gewonnen haben, da war es keine Lotterie, da sind wir echt gut gesegelt", konnte die 33-jährige gebürtige Salzburgerin stolz auf ihre Leistung sein.
Zwei dritte Plätze für Hagara/Steinacher
Die Tornado-Doppel-Olympiasieger Roman Hagara/Hans Peter Steinacher haben am Montag bei der olympischen Regatta vor Qingdao mit zwei dritten Plätzen ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben und sich in der Gesamtwertung nach sieben Wettfahrten auf den elften Platz verbessert.
"Heute war der Wind relativ gleichmäßig von der Richtung her. Die Stärke war unterschiedlich mit vielen Drehern drinnen, aber es war okay zum Segeln. Es hat aber wieder große Verschiebungen gegeben, und einmal waren wir dabei, leider nach hinten und nicht nach vorne", sagte Hagara. In Führung liegen nach wie vor die Spanier Fernando Echavarri/Anton Paz.
Star-Duo will ins Medal Race
Die Österreicher Spitzauer/Nehammer kamen in ihren drei Wettfahrten bei im Gegensatz zu den vorherigen Tagen relativ konstanten Windverhältnissen auf 14, 4, 14 und sind damit derzeit Gesamt-13. Sie wollen das Ziel, in der finalen Wettfahrt dabei zu sein, unbedingt verwirklichen. "Wir sind dazu in der Lage, auch wenn wir heute viel verschenkt haben", bleibt Spitzauer zuversichtlich. Auf Goldkurs segeln die Schweden Fredrik Lööf/Anders Eckström.
Nur Platz 20 für Laser-Segler Geritzer
Nach Platz fünf vor Sydney und der Silbermedaille vor Athen hat für Andreas Geritzer nur der 20. Platz herausgeschaut. "Die letzte Wettfahrt mit Platz neun war versöhnlich. Alles andere war schon vor drei Tagen vorbei", sagte der Wahl-Burgenländer, der im Februar wieder Vater wird.
Der Tag hatte schlecht begonnen, nur eine Minute nach dem Start zur ersten Wettfahrt brach der Pinnen-Ausleger. "Er hat gestern bei dem Sturm den ganzen Tag gehalten und heute bricht er." Ansonsten wollte er nicht viel vom Pech wissen. "Es war eine unkonstante, schlechte Leistung mit ein paar Höhepunkten", nahm er sich selbstkritisch in die Pflicht. Der Brite Paul Goodison hat schon vor dem Medal Race am Dienstag, in dem es doppelte Punkte gibt, Gold so gut wie sicher.
Bereits beendet haben ihre Regatten das 49er-Duo Nico Delle Karth/Niko Resch als Achte sowie die 470er-Herren Matthias Schmid/Florian Reichstädter als 24.
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