Eine Schar von Fans und rund 20 Journalisten standen Spalier, als der Ex-Rapid-Coach am Tag vor dem offiziellen Trainingsauftakt bei Maccabi Netanya den Flieger verließ. Als er aus der Zoll- und Passkontrolle kam, wurde ihm unter lautstarken "Lothar Matthäus"-Gesängen vom harten Kern der Maccabi-Anhänger ein Schal in den Vereinsfarben schwarz-gelb umgehängt.
Ziel UEFA-Cup
"Die Aufgabe ist für mich durchaus reizvoll", hat Matthäus vor der Abreise über die Herausforderung in der etwa eine Autostunde nördlich von Tel Aviv gelegene Küstenstadt gesagt. Mit dem Tabellenzweiten strebt der Weltmeister von 1990 als erstes Ziel die Qualifikation für den UEFA-Cup-Bewerb an. Vonseiten der Club-Verantwortlichen erwartet man sich, dass Matthäus den Verein, der in der abgelaufenen Saison im Schatten von Meister Beitar Jerusalem stand, "zur festen Größe in Israel" macht.
Als Trainer ein Herumtreiber
Anders als als Fußballer, wo er seine erfolgreichste Zeit beim FC Bayern München erlebte, hat Matthäus als Trainer ausschließlich im Ausland gearbeitet: Er war für Rapid, Partizan Belgrad, Atletico Paranaense in Brasilien, als Nationalcoach in Ungarn und zuletzt als Giovanni Trapattonis Assistent bei Red Bull Salzburg tätig. Am besten verlief die Zeit bei Partizan: Er führte den Club 2003 zum Championat in Serbien-Montenegro und danach in die Champions League. Nach seinem Aus in Salzburg nutzte er in diesem Jahr die Zeit und beendete im Mai an der Sporthochschule Köln seine Trainer-Ausbildung.
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