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25.06.2017 - 20:36
Foto: EGS/Sigrid Frey

Biber aus Kläranlage- Becken in Asparn gerettet

13.11.2015, 09:08
Aus eigener Kraft wäre er nicht mehr rausgekommen - jener Biber, der gestern im Überlaufbecken der Kläranlage in Asparn an der Zaya gelandet ist. Mitarbeiter der Kläranlage riefen daher die Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS) an, die sich auch mit Rettungen von kleinen Wildtieren einen Namen gemacht hat.

Das EGS- Team um Leiter Hans Frey machte sich auch gleich auf den Weg. "Die Mitarbeiter der Kläranlage hatten bereits das Wasser aus dem Becken abgelassen, als die Kollegen vor Ort angekommen sind", berichtet Brigitte Kopetzky von der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten", welche die EGS unterstützt. Mit einem Flaschenzug und einem Käfig wurde das große Nagetier aus seiner misslichen Lage befreit.

Foto: EGS/Sigrid Frey

Tier zum Glück unverletzt

Das schöne Wildtier war zum Glück unverletzt und konnte unmittelbar nach seiner Rettung wieder in seinen vertrauten Lebensraum freigelassen werden. "Noch in der Früh war der Biber von einem Mitarbeiter der Kläranlage gesehen worden, wie er übers Gelände spazierte. Er dachte jedoch nicht daran, dass sich dass Tier tatsächlich ins Klärbecken wagen würde", so Kopetzky.

Biber waren bei uns bereits ausgerottet

Der Biber war durch Menschenhand im 19. Jahrhundert in Österreich ausgerottet, doch seit den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ist er wieder zurück und breitet sich erfolgreich aus. Durch ihn werden unsere heimischen Ökosysteme außerordentlich bereichert. Wenn Biber Gewässer renaturieren und gestalten, verbessern sich die Lebensbedingungen für Fischotter, Schwarzstörche und viele Amphibien- und Libellenarten. In einzelnen Fällen kann es jedoch zu Problemen kommen, etwa durch Schäden an ungeschützten Hochwasser- Schutzdämmen. In diesen Fällen sind als langfristige Lösung nur bauliche Maßnahmen wie Betonkerne und Gitter sinnvoll, da Abschuss oder Fang der betroffenen Biber immer nur kurzfristig wirksam sind; bestehende Lücken werden nämlich rasch wiederbesiedelt. Aus Tierschutzsicht sind diese Maßnahmen zudem abzulehnen.

13.11.2015, 09:08
red
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