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25.04.2017 - 18:43
Mehr Fahrten beim Roten Kreuz, vor allem in den Regionen: Land und Gemeinden zahlen dafür
Foto: Markus Tschepp

Gesundheitssystem: "Wird Salzburg krank gespart?"

09.02.2017, 07:17

Wie krank ist unsere Gesundheitsversorgung schon? Haben kleine Spitäler eine Überlebenschance? Wird der Hausarzt abgeschafft? Brennende Fragen in der politischen Diskussion. Am Mittwoch wurde im Landtag beschlossen, dass das Rote Kreuz wegen der Strukturveränderungen mehr Geld bekommt.

Baustellen gibt es viele: Allen voran die 15a- Vereinbarung mit dem Bund, für Kritiker ein Schreckgespenst. Primärversorgungszentren sollen gebaut werden. Auch im Landtag gibt man diesem Kurs Rückhalt, mit Ausnahme der FPS. "Der Hausarzt wird abgeschafft", befürchtet Karl Schnell, selbst Mediziner, und  er vergleicht es mit dem Wirtesterben. "Bei neuen Ordinationen sind die Auflagen so hoch, dass sich das kein junger Kollege mehr leisten kann."

Schnell befürchtet: "Wer baut denn diese Versorgungszentren? Die Wirtschaft will Zugriff auf das Gesundheitssystem." Ärzte führen dann nicht mehr selbst eine Praxis, sondern sind Angestellte. Im Umbruch ist auch die Spitalslandschaft: "Wir reformieren die Struktur, um auch die kleinen Krankenhäuser halten zu können", verspricht Landesvize Christian Stöckl. Hallein wanderte gerade in die SALK, die Tauernkliniken verhandeln über die Zukunft.

Pro Einwohner 56 Cent mehr zahlen

Mit den Veränderungen am Land kam auf das Rote Kreuz mehr Arbeit zu.Durch Reformen: Mehr Geld für das Rote KreuzHausärzte machen nach 23 Uhr nur noch Telefondienst. Im Pinzgau gibt es viele Fahrten zwischen Zell am See und Mittersill. Vor allem auch im Tennengau hat die Rettung deutlich längere Wege. Im Landtag wurde deshalb am Mittwoch beschlossen, dass Land und Gemeinden für Rettungsdienste je 300.000 € mehr zahlen. Pro Einwohner sind das 56 Cent. Schnell, dagegen: "Kosten werden nur woanders hingeschoben."

Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

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