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20.08.2017 - 14:46
Foto: Krone

Einbürgerungen seit 2004 deutlich zurückgegangen

23.03.2010, 12:01
Ein russischer Musikfreund hat für die Osterfestspiele 2,5 Millionen Euro gestiftet und hofft, dass er als "Dankeschön" die Staatsbürgerschaft bekommt. Das Verfahren läuft noch – für 518 Salzburger ist es schon abgeschlossen: Sie wurden im Vorjahr eingebürgert. So wenige, wie schon seit mehr als zehn Jahren nicht mehr.

"So wenige Einbürgerungen gab es zuletzt Mitte der neunziger Jahre", weiß Statistik- Hofrat Josef Raos, der "Herr der Zahlen" im Land. Exakt 518 Menschen bekamen im Vorjahr die begehrten Dokumente für die österreichische Staatsbürgerschaft samt Pass überreicht.

Das sind dramatisch weniger als noch vor einigen Jahren. 2008 gab es in Salzburg noch 586 Einbürgerungen, im Jahr davor 897. Für das Jahr 2006 verzeichnete die Statistik 1.481 Neu- Österreicher, 2005 waren es stattliche 2.086 Eingebürgerte und 2004 sogar 2.758 Ausländer, die sich in Salzburg über eine neue Staatsbürgerschaft freuen durften. "Damals zogen zwar viele Ausländer nach Salzburg, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung stieg aber kaum, weil es sehr viele Einbürgerungen gab", analysiert der Chef- Statistiker des Landes.

Meisten Neu- Österreicher sind hier geboren

Und er räumt auch mit einem Vorurteil auf: Die meisten Neu- Österreicher kommen nicht aus dem Ausland, sondern sind bereits hier geboren, zum Teil als Kinder früherer Gastarbeiter. Das zeigt sich auch in den Nationalitäten, die sie vor der Einbürgerung hatten: Die überwältigende Mehrheit kommt aus dem Gebiet des früheren Jugoslawien (also aus Kroatien, Serbien, Bosnien und Mazedonien) sowie aus der Türkei.

Für Deutsche ist unsere Staatsbürgerschaft seit dem EU- Beitritt offensichtlich weniger attraktiv: Nur 16 wurden im vorigen Jahr zu Österreichern. Alle anderen Nationen spielen bei den Einbürgerungen in Salzburg keine große Rolle – auch die Russen nicht, die sich hier fix niederlassen wollen...

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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