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21.08.2017 - 00:01
Kurz lehnt einen öffentlichen Auftritt von Wirtschaftsminister Zeybekci in Österreich ab.
Foto: APA/JAKOB GLASER, AFP, APA/HERBERT P. OCZERET

Türkischer Minister will dennoch nach Wien kommen

12.07.2017, 12:22

Der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci, über den von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) ein Einreiseverbot verhängt wurde, will dennoch nach Wien kommen. Von einem öffentlichen Auftritt des Politikers ist allerdings nicht mehr die Rede - als Grund des Besuchs gibt Zeybekci "Wirtschaftsgespräche" an. "Trotz der hässlichen Haltung Österreichs" wolle er noch im Juli nach Österreich reisen, berichtete die türkische Tageszeitung "Hürriyet".

Auf die Pläne von Zeybekci, bei einer Gedenkveranstaltung in Wien anlässlich des Jahrestages des türkischen Putschversuches vom Juni vorigen Jahres aufzutreten, hatten Kurz und Kanzler Christian Kern (SPÖ) mit einem Einreiseverbot  aufgrund der "Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit in Österreich" reagiert. Die "aufgeheizte Stimmung" in der Türkei solle nicht nach Österreich getragen werden, so Kurz.

Kanzler Kern, Außenminister Kurz
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER, APA/HERBERT NEUBAUER

Wien: Bilaterale Treffen möglich, öffentliche Auftritte nicht

Zeybekci erklärte nun vor Journalisten in Ankara, er wolle noch im Juli nach Österreich reisen. Ein genaues Datum wollte er jedoch nicht nennen. Ein Sprecher des Außenministeriums in Wien wollte Mittwochmittag weder bestätigen noch dementieren, ob eine neue Anfrage des türkischen Politikers vorliegt. "Wenn es ein Ansuchen gibt, werden wir dieses neuerlich prüfen", so Peter Guschelbauer. Bilaterale Treffen seien weiterhin möglich, öffentliche Auftritte weiterhin unerwünscht, sagte der Sprecher.

Der türkische Wirtschaftsminister Zeybekci bei einer Rede in Köln
Foto: AFP

Die Union Europäisch- Türkischer Demokraten (UETD) in Österreich, auf deren Veranstaltung Zeybekci am Sonntag hätte auftreten sollen, teilte mit, sie wisse nichts von einem neuen geplanten Besuch des Ministers. Abgesehen vom Putschgedenken gebe es über den Sommer "kein Programm", so UETD- Sprecher Ramazan Aktas.

Auf der Website des türkischen Wirtschaftsministeriums hingegen war am Mittwoch im Veranstaltungskalender noch immer die ursprünglich geplant gewesene Reise Zeybekcis nach Österreich zu finden. "Österreich- Besuch und Teilnahme am Treffen der UETD unseres ehrenwerten Ministers", ist dort in einem Eintrag für 16. und 17. Juli zu lesen.

Redaktion
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