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09.12.2016 - 06:39
Foto: APA/ZEITUNGSFOTO.AT/DANIEL LIEBL

Abgebrannter Berg wird per Heli aufgepflanzt

19.04.2014, 10:03
Ganz Tirol ist im März - wie berichtet - im Banne des riesigen Brandes am Hochmahdkopf bei Absam gestanden, bei dem große Teile der Lawinenverbauten und des Schutzwaldes vernichtet wurden. Am Dienstag startet die Renaturierung des Berges, für den Experten einen Plan ausgeheckt haben: Aus dem Hubschrauber werden Grassamen abgeworfen!

"Am 23. März haben wir 'Brand aus' gegeben, tags darauf haben Gespräche auf politischer Ebene begonnen - und schon kommenden Dienstag können wir dank der Hilfe des Bundes und des Landes Tirol mit der Renaturierung des Hochmahdkopfes beginnen": Absams Bürgermeister Arno Guggenbichler ist nach der Brandkatastrophe optimistisch wie nie.

"In kürzester Zeit wurde ein forstwirtschaftlicher Plan erarbeitet, der unseren Bewohnern auch in Zukunft Sicherheit garantiert. In einem genauen Etappenplan wird nun vorgegangen, beginnend mit Besamungsflügen des Hochmahdkopfes am nächsten Dienstag. Die Stimmung in der Bevölkerung ist gut, die Feuerwehrleute haben bei ihnen noch mehr Hochachtung gewonnen, wie ich bei einem Vortrag vergangenen Mittwoch miterlebt habe. Übrigens: Der Gemeinderat hat sich gegen Regressforderungen gegen jenen jungen Mann ausgesprochen, der das Feuer ausgelöst hat", berichtet Guggenbichler.

Spezialgras aus Kärnten

Günther Brenner von der Bezirksforstinspektion Innsbruck ist einer jener Experten, der mit über die Vorgehensweise entscheidet. Im Interview mit der "Krone" präzisiert er: "Das Spezialgras haben wir in Kärnten bestellt, der Baumsamen kommt überwiegend aus den Tiroler Landesforstgärten. Ausgepflanzt werden neben Birke, Latsche, Mehlbeere und Bergahorn auch die Spirke, eine baumförmige Speziallatsche. Sie hält nämlich eine Schneedecke besser zurück. Derzeit haben wir die gleiche Humusschicht wie vor dem Brand, die es zu erhalten gilt. Die Universität Innsbruck hat uns bei der Auswahl der gewählten Samen beraten."

Aufforstungen sind auch im Mai vorgesehen, wobei auch freiwillige Helfer des Alpenparks Karwendel mithelfen sollen. Geschäftsführer Hermann Sonntag: "Wir hatten vor drei Jahren mit Müllsammelaktionen am Hafelekar begonnen, die Begeisterung war riesig. Im Vorjahr wurden dann von Freiwilligen, die für diese Arbeit von uns versichert werden, schon 3.000 Stunden geleistet."

19.04.2014, 10:03
Günther Krauthackl, Kronen Zeitung/red
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