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03.12.2016 - 13:10
In Oberösterreich gilt auf einem Teil der Westautobahn (A1) Tempo 100.
Foto: Johannes Markovsky

Ab 2015: "Lufthunderter" auf A1 wird verschärft

10.12.2014, 12:10
Eine seit Jahren gültige, aber noch immer heftig umstrittene EU-Vorgabe bremst den Verkehr auf der Westautobahn künftig noch mehr ein: Ab Februar 2015 wird der sogenannte Lufthunderter auf der A1 zwischen Linz und Enns doppelt so oft aktiv sein wie bisher. Auch ein teilweises Fahrverbot für Lkws wird es bald geben. Kritik an der Maßnahme kommt jetzt aus der Wirtschaft.

Seit 2007 gilt auf der A1 zwischen Linz und Enns fallweise und in beide Richtungen der "Lufthunderter". Grund dafür: Um den Schadstoffausstoß zu senken, wird der Verkehr gebremst - die Luftverschmutzung wird in diesem Bereich penibel genau gemessen.

Gab Gesetzesänderung vor: Umweltlandesrat Rudi Anschober von den Grünen
Foto: Chris Koller

Wird der in einer Verordnung festgelegte Wert überschritten, gilt auf der A1 im besagten Bereich Tempo 100. Bisher war das laut Umweltlandesrat Rudi Anschober  pro Tag im Schnitt acht Stunden der Fall. Weil trotz dieser restriktiven Maßnahmen eine EU- Vorgabe nicht erreicht werden konnte, werden die Zügel für Auto- und Lkw- Fahrer noch strenger angezogen.

Auch "Stinker- Lkws" werden eingebremst

Konkret: Das Tempo- 100- Limit wird zwischen Linz und Enns ab Februar 2015 doppelt so oft gelten, zudem sollen Lkws mit hohem Schadstoffausstoß stufenweise von der A1 verbannt werden: Ab 1. Juli 2015 besteht für Lkws der Euroklassen 0 und 1 ein Fahrverbot, Lkws der Klasse 2 dürfen ab 1. Jänner 2016 nicht mehr über die A1 rollen – wobei es für lokale Unternehmer und landwirtschaftliche Fahrzeuge Ausnahmen geben wird. Problem: Wenn "Stinker- Lkws", die aus osteuropäischen Staaten durch unser Land rollen, die A1 nicht mehr benützen dürfen, werden diese auf Bundesstraßen ausweichen. Wobei: Das will das Land durch schärfere Kontrollen verhindern.

Kritik an der Verschärfung dieser Maßnahme kommt jetzt aber von VP- Wirtschaftslandesrat Michael Strugl. Er meint, das Vorhaben schade nicht nur dem Wirtschaftsstandort, sondern löse auch eine zusätzliche Bürokratieflut aus. Strugl befürchtet eine "große Verunsicherung" bei den Betrieben, wegen unklarer Regelungen bezüglich der Ausnahmen. Das habe aufwendige Feststellungsbescheide zur Folge. Generell erhebe sich die Frage, ob nicht mit den bisher gesetzten Maßnahmen im Rahmen des "Immissionsschutzgesetzes Luft" die EU- Grenzwerte auch ohne Lkw- Fahrverbot bis Mitte 2015 eingehalten werden könnten.

10.12.2014, 12:10
Robert Loy, Kronen Zeitung/AG
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