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27.06.2017 - 05:57
Helmut Hohenwallner (37) ging den Polizisten zur Hand.
Foto: Gerhard Schiel, "Krone"-Grafik

Wilde Verfolgungsjagd: Zeuge stoppt Alko- Raser

28.12.2016, 09:01

Brenzlige Szenen haben sich auf der Tauernautobahn in Salzburg bei einer wilden Verfolgungsjagd abgespielt: Ein dreister 18- jähriger Alkolenker war auf der Flucht vor der Polizei. Erst durch den couragierten Einsatz eines Zeugen, der sogar half, den Flüchtenden zu stoppen, konnte die gefährliche Fahrt beendet werden. Helmut Hohenwallner (37) aus Bischofshofen bekam dafür die Goldene Krone.

"Mir fiel das Auto zum ersten Mal in St. Johann auf. Da kam es auf die Gegenfahrbahn. Ich habe mir nichts gedacht, das kann ja einmal vorkommen", schildert Hohenwallner seine Gedanken, als er dem Wagen am Dienstag in Richtung Bischofshofen folgte. "Auf der Schnellstraße im zweispurigen Bereich wollte ich überholen, aber da kam er auf die zweite Spur", so der Pongauer, der da die Polizei alarmierte.

"Habe Standorte durchgegeben"

Die Beamten suchten den Lenker bereits - mehrere Zeugen hatten das Fahrzeug gemeldet, weil auch ihnen die unsichere Fahrweise aufgefallen war. "Ich wollte eigentlich in Bischofshofen abbiegen, bin dann aber dem Pkw nachgefahren und habe den Polizisten die Standorte durchgegeben", so der 37- Jährige.

Foto: "Krone"-Grafik

Bloßen Hintern gezeigt

Beim Helbersberg- Tunnel auf der Tauernautobahn hatten die Einsatzkräfte aufgeschlossen. Ein Streifenwagen platzierte sich neben, einer hinter dem Gesuchten. Die Beamten versuchten, den Alkolenker zu stoppen, doch dieser dachte nicht daran und zeigte den Polizisten sein nacktes Gesäß aus dem Auto.

Zeuge blockiert Fluchtfahrer

Vor dem Hiefler Tunnel startete der 18- Jährige ein gefährliches Manöver: Er zog die Handbremse und wendete, versuchte über den Pannenstreifen und einen Bucht gegen die Fahrtrichtung zu flüchten. Die Polizisten postierten sich schnell neben dem Wagen und Helmut Hohenwallner, der hinter den Polizisten nachgefahren war und sogar noch einen nachkommenden Lenker warnte, versperrte die letzte Lücke. Der Gasteiner war damit umzingelt.

Scheibe eingeschlagen

"Ich stellte mich auf die Bremse, damit er mich im Ernstfall nicht so schnell wegschieben kann", so Hohenwallner. Weil der Jugendliche, der keinen Führerschein besitzt, das Auto versperrt hatte, schlug ein Beamter ein Fenster ein. Der 18- Jährige und der Polizist wurden leicht verletzt. Einen Alkotest verweigerte der Lenker. Sein Beifahrer (19), dem der Pkw gehört, meinte, er habe die ganze Irr- Fahrt über geschlafen.

Iris Wind, Kronen Zeitung

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