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23.03.2017 - 02:25
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Darum löschte Dreifachmutter ihre Familie aus

02.12.2016, 16:30

Ihre sterbenskranke Mutter (59), hohe Schulden und die ungewisse Zukunft ihrer drei kleinen Kinder: Das war wohl der traurige Hintergrund, weshalb eine Dreifachmutter in ihrem Haus im niederösterreichischen Schildberg zur Fünffachmörderin wurde. Spurensuche im Leben jener 35- jährigen Frau, die ihre ganze Familie auslöschte.

"Krebs im Endstadium! Ihre Mutter hat nicht mehr lange zu leben." Als Martina R. diese Nachricht über den Gesundheitszustand ihrer geliebten Mama Mathilde (59) im Spital erfahren hatte, dürfte sie am Samstag vor zwei Wochen offenbar völlig aus dem Gleichgewicht geraten sein. Eine Mischung aus Angst, Panik und Sorge um ihre Familie führte wohl zum ebenso kranken wie teuflischen Mordplan: Die Frau beschloss, ihre gesamte Familie auszurotten und sich danach selbst zu erschießen.

Video: krone.tv

Am Montag, dem 21. November, rief sie noch in der Böheimkirchner Volksschule an und erklärte: "Die Oma der Kinder ist überraschend gestorben. Deshalb werden sie für ein paar Tage nicht zum Unterricht kommen." Ob die Angestellte eines Baumarktes im nahen Neulengbach schon zu diesem Zeitpunkt ihre fünf Familienmitglieder erschossen hatte, wird noch ermittelt.

Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Fest steht: Martina R. hat ihren Bruder Peter (41), ihre drei Kinder Michelle (7), Fabian (9) und den zehnjährigen Sebastian mit gezielten Kopfschüssen aus der legalen Walter- PK- Pistole (Kaliber 7,65) ihrer Mutter regelrecht hingerichtet.

Decken über Opfer gelegt

Wie ein Todesengel ging sie von Zimmer zu Zimmer, feuerte und deckte ihre Opfer mit Decken zu. Zwischendurch dürfte die Frau im Keller einen ihrer beiden Hunde getötet haben - ehe sie zum Finalakt des Horrordramas schritt: Die 35- Jährige betrat das Zimmer ihrer krebskranken Mama, tötete dort zuerst die Dogge der Familie, erschoss die bettlägrige Mutter - und legte sich auf den Leichnam der Frau, wo sie sich mit einem Kopfschuss selbst richtete.

02.12.2016, 16:30
Kronen Zeitung/red
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