Nach Schulmassaker

“Große Pflicht”: Obama macht Druck beim Waffenrecht

Ausland
19.12.2012 19:52
Nach dem Amoklauf von Newtown macht US-Präsident Barack Obama bei der Verschärfung des Waffenrechts Druck. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus forderte er am Mittwoch, dass bereits im Jänner Vorschläge für strengere Gesetze vorliegen müssten. Seinen Vize Joe Biden (li.) berief Obama zum Leiter einer Kommission, die Antworten auf die Waffengewalt finden soll.

Dem Gremium sollen neben Biden weitere Mitglieder des Kabinetts sowie Experten von Nichtregierungsorganisationen angehören. Aus Regierungskreisen in Washington hieß es, dass sich die Kommission nicht nur mit einer Reform des Waffenrechts, sondern auch mit Gewalt in Filmen und Computerspielen sowie mit der Behandlung von psychisch Kranken in den USA befassen soll. Obama versprach, dass er die Empfehlungen "unverzüglich" an den Kongress weiterleiten werde, um sie in Gesetzesform zu gießen.

Bei der Bluttat an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown im Bundesstaat Connecticut waren am vergangenen Freitag 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen worden. Der Täter, der zuvor zu Hause auch seine Mutter ermordet hatte, tötete sich anschließend selbst.

"Wir haben die große Pflicht"
"Wenn es nur eine Sache gibt, die wir tun können, um diese Ereignisse zu verhindern, dann haben wir die große Pflicht, dies zu versuchen", sagte Obama am Mittwoch. Bereits am Dienstag hatte der Präsident seine Unterstützung für die Initiative der demokratischen Senatorin Dianne Feinstein zum Verbot von Sturmgewehren erklärt.

Obama machte aber am Mittwoch erneut deutlich, dass er das in der Verfassung verankerte Recht der Bürger auf Waffenbesitz grundsätzlich befürworte. "Dieses Land hat eine starke Tradition des Waffenbesitzes, die von Generation zu Generation weitergegeben wird", sagte er. Allerdings müssten für den Besitz von Schusswaffen "verantwortliche Grenzen" gelten.

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