Di, 17. Oktober 2017

Kombination

10.03.2008 10:18

Gruber feiert in Oslo zweiten Weltcup-Sieg

Ausgerechnet im nordischen Ski-Mekka auf dem Holmenkollen haben Österreichs Athleten am Samstag für das beste Kombinationsresultat der Weltcup-Geschichte gesorgt. Hinter dem souveränen Sieger Bernhard Gruber sorgte Christoph Bieler im Zielsprint für einen rot-weiß-roten Doppelsieg, Mario Stecher verpasste als Vierter hinter dem deutschen Weltcup-Gesamtsieger Ronny Ackermann das Podest nur um 0,4 Sekunden. Für Gruber war der Erfolg beim prestigeträchtigen Bewerb in Oslo der zweite Weltcup-Erfolg.

"Wir waren bereits nach dem Springen in einer hervorragenden Ausgangsposition und hatten im Langlauf super Material. So etwas erlebt man nicht jeden Tag", meinte Chefcoach Alexander Diess. Zwei Wochen nach seinem Premierensieg in Zakopane bewies Gruber, der als Weltcup-Vierter auch bester Österreicher ist, erneut seine derzeitige Hochform. "Unser Kommando war klar, vorne weg auf Sieg zu laufen. Das hat er auf beeindruckende Weise gemacht. Er hat über das ganze Jahr hinweg hart trainiert, jetzt erntet er die Früchte."

Als Zweiter nach dem Sprungbewerb hinter David Zauner löste sich Gruber im 15-km-Langlauf schon nach zwei Kilometern von seinem Teamkollegen und übernahm solo die Spitze. Nach 7,5 km lag der Salzburger bereits knapp eine Minute vor dem Norweger Rian und Zauner. Diese wurden bald von den Verfolgern um Bieler, Ackermann und Petter Tande (NOR) eingeholt.

Während Gruber mit einer konstant starken Lauf-Leistung an der Spitze ungefährdet dem Sieg entgegenlief, schien Ackermann bei den Verfolgern das bessere Ende für sich zu haben. Am letzten Anstieg lancierte Bieler jedoch noch einmal das Tempo und setzte sich im Sprint knapp vor dem Deutschen durch. Neben Ex-Holmenkollen-Sieger Stecher komplettierten Geburtstagskind David Kreiner (7.), Alfred Rainer (11.) und Zauner (13.) das beste österreichische Weltcup-Resultat überhaupt. Und das im Jahr nach dem Rücktritt von Doppel-Olympiasieger Felix Gottwald.

Gerade für die Österreicher scheint es nun bitter, dass vier der vergangenen acht Bewerbe abgesagt werden mussten. "Da muss ich die FIS kritisieren. Das sind Bewerbe, die nicht nachgeholt werden. Mit mehr Flexibilität bei der Ansetzung der Sprung-Bewerb wäre das nicht notwendig gewesen", sagte Diess.

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