Fr, 20. April 2018

Im Zillertal

04.01.2018 15:23

Dreiste Pkw-Fahrer weichen auf Radweg aus

Das Zillertal ist bei den Wintersportlern bekanntlich heiß begehrt. Seit Weihnachten strömen zahlreiche Touristen ins Tal, die leidige Begleiterscheinung sind stundenlange Staus. Securitys regeln heuer erstmals den Verkehr, doch am vergangenen Samstag eskalierte die Situation in Strass: Pkw-Fahrer benutzten den Radweg!

Die Verkehrsproblematik - vor allem während der Wintermonate - ist nicht neu. Jahr für Jahr will man ihr Herr werden, heuer haben sich dafür die Bürgermeister des vorderen Zillertals, die Verkehrsabteilung der BH Schwaz, die Polizei sowie das Land einen neuen Ansatz einfallen lassen.

Anrainer von Strass, Schlitters und Fügen entlasten

"An zwölf Samstagen haben wir an neuralgischen Punkten Security-Mitarbeiter positioniert, die in erster Linie den Verkehr von den Seitenstraßen zurück auf die B169 lenken", klärte Wolfgang Löderle, Leiter der Abteilung Sicherheit und Verkehr der BH Schwaz, auf. Die Anrainer der Ortsgebiete Strass, Schlitters und Fügen sollen dadurch entlastet werden. Zudem will man verhindern, dass der Verkehr auf der B169 nicht ins Stocken gerät, sobald Pkw von den Seitenstraßen wieder auffahren wollen.

Fahrverbotstafeln missachtet

Am vergangenen Samstag waren die acht Security-Mitarbeiter bereits zum zweiten Mal im Einsatz. Dennoch kam es in Strass zu schier unglaublichen Szenen, wie Bürgermeister Karl Eberharter erklärte: "Bei unserem Radweg haben wir Fahrverbotstafeln, die für alle - außer die Bauern - gültig sind. Doch von etlichen Pkw-Fahrern wurden die Tafeln einfach missachtet." Um dieses Problem rasch zu lösen, hat man sich gestern um 14 Uhr zum Lokalaugenschein getroffen.

Lösung: Scherengitter?

"Einen weiteren Security hinzustellen, ist fast nicht machbar. Scherengitter wären eine Option", sagte der Bürgermeister. Spätestens am Samstag wird sich weisen, auf was man sich geeinigt hat.

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

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