So, 27. Mai 2018

Immer noch genauer

23.11.2017 15:59

Klinik geht bei Strahlentherapie neue Wege

Knapp 40.000 Tiroler leiden an einer Krebserkrankung. Die Strahlentherapie gehört zu den wichtigsten Behandlungsmethoden. An der Klinik Innsbruck werden täglich 200 Patienten bestrahlt. Ute Ganswindt, neue Leiterin der Strahlentherapie, sieht Tirol gut versorgt. In Zukunft wird man aber neue Wege gehen.

"80 Prozent der Krebspatienten brauchen zumindest einmal eine Bestrahlung", bekräftigt Ganswindt die Bedeutung der Innsbrucker Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, der die gebürtige Deutsche seit Oktober vorsteht. Die Versorgung Tirols passiert von Innsbruck aus. Die fünf hochspezialisierten Strahlengeräte sind im Dauereinsatz. 200 Patienten werden pro Tag behandelt. Anders als in Wien, wo Patienten zuletzt wegen fehlender Geräte unzumutbare Wartezeiten in Kauf nehmen mussten, könne man in Tirol eine zeitgerechte Bestrahlung garantieren, betonen Ganswindt und Alexandra Kofler, Ärztliche Direktorin der Kliniken. "Nicht jeder Krebspatient muss sofort bestrahlt werden. Wir organisieren nach Dringlichkeit", erklärt Ganswindt.

In der Krebstherapie stehen großen Veränderungen an. Ganswindt verweist auf die Immuntherapie, die in Kombination mit Bestrahlung bei einigen Krebsarten schon sehr gute Erfolge erzielt. Auch die Strahlengeräte, so die Klinikleiterin, werden immer noch genauer.

Neues "Krebszentrum"

An der Klinik wird es ab 2018 ein neues Zentrum für die Krebstherapien geben. Dort werden Diagnosen und Behandlungen unter Einbindung neuer Forschungsergebnisse aus dem Onkologie-Schwerpunkt der Medizin-Uni koordiniert. Das Ziel: Für jeden Patienten eine exakt auf ihn zugeschnittene Therapie zusammenstellen.

Claudia Thurner, Kronen Zeitung

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