Mi, 18. Oktober 2017

Bilanz 2017

03.10.2017 08:23

Vier Medaillen! Aber von Festspielen keine Spur

WM-Silber im Beachvolleyball, zwei Bronzene im Segeln und eine im Rudern: Eine Olympia-Flaute wie 2012 und 2016 hätte es heuer für Österreich nicht mehr gegeben.

Eine schmerzhafte Olympia-Watschn wäre Österreich heuer erspart geblieben! Nach null Medaillen 2012 und einer Bronzenen 2016 hätten rot-weiß-rote Sportler in Disziplinen, die zuletzt bei Sommerspielen durchgeführt wurden, viermal Edelmetall geholt. Ein Grund zur Hoffnung, aber keineswegs zum Jubeln. "Es ist noch viel drinnen. In Tokio möchte ich um den Olympiasieg fahren", zeigte sich Ruderin Magdalena Lobnig kämpferisch. Die Kärntnerin holte mit ihrer Bronzenen heuer eine von vier rot-weiß-roten WM-Medaillen in Disziplinen, die 2016 olympisch waren.

Außerdem gab es noch zwei dritte Plätze im Segeln, wo in Rio Zajac/Frank unser einziges Edelmetall holten: durch David Bargehr und Lukas Mähr bei den 470ern sowie durch Benjamin Bildstein und David Hussl im 49er. Beide Duos zählen zur "neuen Generation" und somit zu den großen Hoffnungen für die Spiele 2020. Auf die sie sich bereits intensiv vorbereiten:  Den ganzen Oktober trainieren sie im japanischen Olympia-Revier.

Und natürlich Silber im Beachvolleyball von Clemens Doppler und Alex Horst bei der Heim-WM in Wien - und das Team möchte bis 2020 weitermachen: "Olympia ist absolut ein Ziel", sagte Doppler. Umgelegt auf Sommerspiele, hätte die diesjährige Medaillenbilanz eine Steigerung um 300 Prozent gegenüber 2016 bedeutet - obwohl in manchen Sportarten, wie etwa im Schießen, heuer gar keine WM stattfand.

Seit 2004 kein Gold
Wobei das erste Jahr nach Sommerspielen als das leichteste gehandelt wird. Weil viele Stars nach dem Großereignis ihre Karrieren beenden oder pausieren. Und Österreich-Festspiele wie  in Athen 2004 (2/4/1) scheinen nach wie vor außer Reichweite. Denn "Olympiasieger" dürfte sich in unserem Gedankenspiel auch 2017 kein rot-weiß-roter Sportler nennen - was im Medaillenspiegel  wohl einen  bescheidenen Platz zwischen 60 und 70 bedeuten würde.

Anja Richter/Gernot Bachler, Kronen Zeitung

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