Sa, 18. November 2017

Vertrag steht

14.07.2017 19:30

UKH-Übersiedelung

Jetzt wird es konkret: Das Unfallspital kauft die "Chirurgie West" und übersiedelt auf das Gelände der Landesklinik. Für die Chirurgie der SALK entsteht gleich angrenzend ein neues Gebäude. Rechtsträger der 200-Betten-Unfallklinik ist die AUVA. Eine enge Zusammenarbeit wird geplant. Die Eckpfeiler der Kooperation sind jetzt fix. Demnächst kommt der Plan in die Regierung.

AUVA-Obmann Anton Ofner betont: "Im Zentrum unserer Kooperation steht der Nutzen für die Patienten. Isolierte Unfallspitäler entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen." Veränderungen in der Medizin haben die Übersiedelung beschleunigt. Orthopädie und Unfallchirurgie werden aktuell zu einem Trauma-Fach zusammengelegt. Die AUVA nimmt gerade auch in Klagenfurt die Zusammenführung in Angriff, am Freitag wurden dort die Verträge unterzeichnet.

AUVA kauft die "Chirurgie West"

Die Eckpfeiler für Salzburg: Die AUVA kauft die Chirurgie West und übersiedelt auf das Gelände der SALK. Der Kaufpreis ist noch offen. Ein Sachverständiger wird mit der Schätzung beauftragt.

Für die neue Klinik sind 200 Betten (derzeit an SALK-Abteilung und Unfallspital 234) vorgesehen. Landesvize Christian Stöckl: "Damit tragen wir auch dem Strukturplan Gesundheit Rechnung, dass wir in diesem Bereich derzeit zu viele Betten haben." Die unfallchirurgische SALK-Abteilung wird integriert.

Umzug soll bis 2025 über die Bühne sein

Stöckl: "Es wird eine so enge Zusammenarbeit, dass das die andere Trägerschaft nicht zu spüren ist." Auch das Gehaltssystem wird angeglichen. Weil eine längere Übergangsfrist bis 2025 geplant ist, soll es für das Personal keine extremen Einschnitte geben. SP-Chef Walter Steidl warnt vor Nachteilen für Mitarbeiter.

Die Bauphase für den neuen Trakt soll 2019/20 starten. Mit der Zusammenlegung ergeben sich organisatorische Vorteile. SALK-Geschäftsführer Paul Sungler nennt die Aufbereitung von Medizinprodukten oder die Speise- und Wäscheversorgung als Beispiele. AUVA-Obmann Ofner: "Das macht Sinn. Unnötige Parallel-Strukturen halten wir natürlich nicht aufrecht."

Der Plan muss noch in der Landessregierung abgesegnet werden. Stöckl rechnet mit einem Beschluss in den nächsten Monaten.

Was passiert mit dem "alten" Unfallspital?

Was mit dem derzeitigen Standort am Rehrlplatz passiert, ist noch offen. Ofner: "Das Haus ist gut in Schuss. Wir haben verschiedene Ideen." Denkbar sind eine Reha- oder eine geriatrische Einrichtung.

Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

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