So, 17. Dezember 2017

Ferrari-Star in Not

28.06.2017 21:35

Wird Vettel ausgerechnet an seinem 30er bestraft?

Seinen 30. Geburtstag hätte sich Sebastian Vettel wohl anders vorgestellt! Ausgerechnet an diesem "runden" Festtag, dem kommenden Montag, könnte der Ferrari-Star für seinen Rempler gegen Lewis Hamilton vom Grand Prix in Baku (Highlights im Video oben) bestraft werden. Denn der Automobil-Weltverband FIA um Präsident Jean Todt erklärte am Mittwochabend, dass es wegen des Vettel-Ausrasters an ebendiesem Montag eine Verhandlung geben werde.

Im äußersten Fall könnte Vettel eine Sperre für ein Formel-1-Rennen drohen. Übrigens: Auch wenn am Montag noch keine endgültige Entscheidung fallen sollte, bis zum Österreich-Grand-Prix am 9. Juli in Spielberg ist vonseiten der FIA aber jedenfalls mit einem Urteil zu rechnen.

Vettel war am Sonntag beim Grand Prix in Baku in der 19. Runde aus Wut über ein vermeintliches Bremsmanöver von Hamilton hinter dem Safety-Car absichtlich ans linke Vorderrad des Silberpfeil-Stars gefahren. Der viermalige Weltmeister wurde anschließend mit einer Zehn-Sekunden-Strafe belegt.

Trotz der Sanktion kam Vettel als Vierter vor Hamilton ins Ziel, weil der Brite wegen einer lockeren Nackenstütze einen Zusatzstopp einlegen musste. In der WM-Wertung hat der Deutsche nach dem achten Saisonlauf 14 Punkte Vorsprung auf seinen britischen Titelrivalen.

Drei Strafpunkte
Für seine Attacke am Kaspischen Meer hatte Vettel zudem drei Strafpunkte im Sündenregister der FIA bekommen - der Ferrari-Fahrer hat nun insgesamt neun auf seinem Konto. Erhöht sich diese Zahl auf zwölf, wird Vettel automatisch für ein Rennen gesperrt. Nach dem Grand Prix von Österreich am 9. Juli verjähren allerdings zwei seiner Strafpunkte aus der Vorsaison.

Ausraster 2016
Vettels letzte Strafe stammt aus dem Oktober 2016 in Mexiko. Wegen eines verbotenen Bremsmanövers wurde der Deutsche von Platz drei auf Rang fünf zurückversetzt. Nach einem fragwürdigen Manöver von Max Verstappen hatte Vettel jedoch via Boxenfunk sowohl den Red-Bull-Piloten als auch FIA-Rennleiter Charlie Whiting beschimpft. Dies rief den Weltverband auf den Plan.

Die FIA ließ damals jedoch Milde walten. Vettel hatte sich nach seinem Ausraster entschuldigt und einsichtig gezeigt. Todt sah daher davon ab, die Causa vor das Sportgericht zu bringen. Zugleich kündigte die FIA jedoch an, künftig bei ähnlichen Fällen disziplinarische Maßnahmen zu ergreifen.

"Fahrer als Vorbilder"
Die FIA sieht Formel-1-Piloten vor allem beim Thema Verkehrssicherheit als Vorbilder. Weil weltweit täglich 3500 Menschen im Straßenverkehr sterben, soll die FIA-Kampagne #3500LIVES Bewusstsein dafür schaffen, dass Verkehrssicherheit jeden Einzelnen betrifft. Zum Start der Kampagne in Österreich sind kommenden Mittwoch (5. Juli, 11 Uhr) und damit unmittelbar vor dem Grand Prix von Österreich in Spielberg (9. Juli) mit Fernando Alonso und Valtteri Bottas zwei Formel 1-Fahrer Gäste einer Pressekonferenz im Wiener ÖAMTC-Mobilitätszentrum.

krone Sport
Redaktion
krone Sport
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden