Mi, 22. November 2017

Comeback

26.05.2017 19:01

Dober bei Rapid-Profis: „Trage Trikot mit Stolz“

Am Freitag präsentierte Rapid sein neues Trikot, in das morgen auch Andi Dober schlüpft. Der 31-Jährige soll bei den Profis als rechter Verteidiger aushelfen. (Im Video oben ein Video-Interview mit Dober, das vor drei Wochen beim Surf-Worldcup in Neusiedl gedreht wurde.)

Fanfarenklänge, dann wurde das 18 Meter (!) lange Trikot vor der Allianz-Tribüne gehisst, marschierten alle Kaderspieler (Kvilitaia legte für die Show sogar die Krücken ab) ein - Rapid als Meister der Inszenierung. Denn so wurde am Freitag der neue Heimzwirn präsentiert, auch die Verlängerung mit adidas bis 2021 bekannt gegeben.

Hier im Video die Highlights der Trikotpräsentation:

Abschiedsspiel für Dober
Doch Steffen Hofmann ("schön ist das Trikot, jetzt sollten wir auch so gut spielen") und Co. werden nicht erst im Cupfinale, sondern bereits am Sonntag gegen St. Pölten im neuen Gewand auflaufen. 19.200 Tickets sind weg, es soll eine Party werden. "Alle sollen im grünen Dress kommen", ruft Klubservice-Chef Marek auf. Zumal es - neben Steffen Hofmanns Rekordpartie - noch eine Attraktion gibt: "Andi Dober bekommt sein Abschiedsspiel" verkündete Trainer Goran Djuricin.

Von 2003 bis 2011 absolvierte der rechte Verteidiger 178 Pflichtspiele für Rapid. Im Winter kehrte er zu den Amateuren nach Hütteldorf zurück. Nachdem er ausgerechnet in St. Pölten von Fallmann ausgemustert wurde. "Er ist im Saft, trainiert wie ein Profi", sieht Djuricin Dobers Einsatz nicht als Show oder gar als Wettbewerbsverzerrung. "Ich muss rotieren, Pavelic und Thurnwald sind platt, ich habe nicht mehr Alternativen. Außerdem wird er besonders motiviert sein."

Dober will genießen
Was der 31-Jährige bestätigt: "Ob St. Pölten absteigt, ist mir egal. Ich will die Partie genießen. Jeder weiß, was mir Rapid bedeutet. Ich trage das Trikot mit Stolz."

Dass man seinen Einsatz nach nur zwei Trainings mit Rapids Profis als Wettbewerbsverzerrung sehen könnte, ist für den Ex-Teamspieler fast eine Majestätsbeleidigung: "Ich habe vor drei Monaten noch Bundesliga gespielt, bin 31, noch hungrig." Daher sieht er die 90 Minuten auch als Chance: "Das wird eines der größten Spiele meine Karriere. Ich will zeigen, dass ich da bin, wenn Not am Mann ist."

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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