Do, 19. Oktober 2017

So schlecht wie nie

05.04.2017 16:16

Rapid zerbricht an der „Mission 33“

Seit dem letztem Meistertitel 2008 ist Rapid meist an Krösus Red Bull gescheitert. In dieser Saison präsentiert sich der Rekordmeister aber so schlecht wie noch nie.

"Die Mission 33 ist nicht gleich 33 Punkte." Als die Rapid-Fans mit diesem Spruchband im Herbst noch provozieren wollten, konnten in Hütteldorf einige noch schmunzeln. Jetzt ist das Lachen aber jedem vergangen. Denn nach 27 Runden hält Grün-Weiß bei 31 Zählern. So schlecht wie noch nie. Bei 28 (!) Punkten Rückstand auf Salzburg ist der Meistertitel bereits jetzt - Anfang April - sogar rechnerisch nicht mehr möglich. Eine traurige Premiere.

Jetzt gilt es "nur" noch, den Abstieg zu verhindern. Die neunte Saison in Folge ohne Meistertitel halbwegs mit Würde über die Bühne zu bringen. Letztmals landete der Teller 2008 in Hütteldorf. Eine längere Durststrecke gab es nur von 1968-1982. Aber in dieser Ära holte Rapid zumindest drei Cuptitel. Das blieb sogar den Nachfolgern von Peter Pacult, dem letzten grün-weißen Meistercoach, verwehrt. Also Peter Schöttel, Zoki Barisic und Mike Büskens. Wobei der Deutsche nur 153 Tage im Amt war. Aber das Trainer-Trio zerbrach an der Dominanz von Red Bull Salzburg.

Fans halten trotzdem die Treue
Das soll(te) sich unter Michael Krammer ändern. Im November 2013 folgte der Mobilfunk-Manager Rudi Edlinger, der Grün-Weiß einst vor dem drohenden Konkurs rettete, am Leben hielt, als neuer Rapid-Präsident nach und ging mit seinen Visionen in die Offensive: neues Stadion, Top 50 in Europa - und natürlich "Mission 33". Der 33. Meistertitel muss wieder nach Hütteldorf. Aber daran scheint der Rekordmeister weiter zu zerbrechen.

Das Schmuckstück Allianz-Stadion wurde auch tatsächlich realisiert, das Budget auf 30 Millionen Euro geschraubt, auch in den Kader wurde so viel wie noch nie investiert - aber der Erfolg bleibt aus. Und dennoch halten die Fans - und das ist einzigartig in Österreich - dem Klub die Treue: Trotz der katastrophalen Saison kommen im Schnitt 20.000 Fans zu den Spielen. Während die Trainer "rotieren", ausgewechselt werden, kommen ständig neue Mitglieder dazu. Aktuell sind es über 16.000. Und laut einer Rapid-Umfrage wollen 95 Prozent der 14.500 Abonnenten auch nächste Saison eine Jahreskarte kaufen. Wenn der nächste Anlauf auf die "Mission 33" erfolgt.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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