Mo, 20. November 2017

Spott gegen Star

15.02.2017 07:47

Warum das Hirscher-“Bashing“ einfach Blödsinn ist

"Ein Holländer verliert gegen ein Belgier - ist ja nicht so schlimm, Marcel Hirscher!" Oder: "War jetzt wieder die Piste Schuld, Marcel? Zum Kotzen!" Auf Facebook und Twitter und in den Foren bzw. Story-Kommentaren hat sich die Stimmung teilweise gegen Marcel Hirscher gedreht. Und viele treten fröhlich mit beim Hirscher-"Bashing". "Das Netz lacht über Hirscher", schreiben manche Medien sogar. Man muss Hirscher (seine Läufe aus dem Teambewerb sehen SIe oben im Video) aufgrund seiner Erfolge und seines Könnens nicht heilig sprechen, aber so wenig Respekt und so viel Blödsinn hat er sich definitiv nicht verdient.

Was Marcel Hirscher für Österreichs Sport vollbracht hat, muss man nicht groß ausführen, nicht seine Gesamt-Weltcupkugeln, nichts seine Medaillen und Rennsiege. Es wäre fast respektlos, sie als "Waffe" gegen das "Bashing", das sich nach dem Aus der Österreicher im Teambewerb teilweise über Hirscher ergossen hat, zu verwenden.

Ohne Marcel Hirscher wäre der heimische Sport die letzten Jahre jedenfalls deutlich ärmer gewesen. Und was hat er jetzt "verbrochen"? Der Spott war ihm gewiss, weil er gegen einen Belgier verloren hatte. Dass der Lauf seines Gegners enorm stark war, genauso wie der von Marcel im Übrigen, wurde dabei vergessen.

Fairer Sportsmann
Weiterer Kritik-Punkt: Marcel hätte in der Super-Kombi zu sehr über die Piste geschimpft. Fakt ist: Er wurde danach gefragt. Soll er mit seiner Meinung hinter dem Berg halten?

Ja, dieser Mann steckt voller Ehrgeiz. Wie sonst hätte er so viele Triumphe einfahren sollen? Und ja, er ärgert sich über Silber, weil er immer nach Gold strebt. Aber Hirscher würde nie dem Sieger eine Gratulation verweigern, er hat auch sofort dem belgischen Kontrahenten fair gratuliert.

Wer ihn auch nur ein bisserl kennenlernen durfte, weiß, wie bodenständig Marcel ist, wie bescheiden er trotz seiner harterarbeiteten Erfolge geblieben ist. Und man kann ihm nur gönnen, mit einer weiteren Medaille bei dieser WM zurückzuschlagen!

Krone.at-Sportchef Max Mahdalik

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