Fr, 24. November 2017

Sieger-Geständnis

07.02.2017 20:22

„Gold“-Schmidhofer: „Ich ging durch die Hölle“

Der Triumph in St. Moritz bedeutet für Nicole Schmidhofer das Ende einer zehnjährigen Achterbahnfahrt! Mit mehr Tiefen als Höhen. In Altenmarkt hatte sich das Energiebündel 2007 zur Junioren-Weltmeisterin im Super-G gekürt. "Und dann hab‘ ich im Weltcup zu lange geglaubt, dass es wie im Europacup nur mit Talent geht - ein Irrtum, der mich Jahre gekostet hat", gesteht Nici. Oben im Video sehen Sie ihre Gold-Feier im Haus "TirolBerg".

Die bei den Rennen in der Weltspitze zu selten von sich überzeugt war, 2012/13 gar aus dem ÖSV flog. "Das war die Hölle. Als ob du einem Kind sein Spielzeug wegnimmst", erinnert sie sich an diesen bitteren Moment. Der zum Wendepunkt wurde. Weil die Steirerin, nachdem sie die Vorbereitung aus eigener Tasche finanziert hatte, nichts mehr als selbstverständlich sah. Im Weltcup bisher dennoch nur zweimal jeweils in Cortina auf dem Podest stand. Wo sie im Vorjahr stürzte, nach dem Kreuzbandriss zum Saisonbeginn aber fit war. Und nach Platz vier im Super-G bei der WM 2015 in Beaver Creek noch eine Rechnung offen hatte.

"Ich weiß, dass ich vorne mitmischen kann. Gold würde mich aber überraschen", hatte sie vor dem Rennen gemeint. Bei der Linienwahl orientiert sie sich meist an Anna Veith oder Lara Gut: "Denn wenn ich so rund wie Lindsey fahren will, kassiere ich vier Sekunden. Meine Linie ist die direkte!" Die zu Gold führte …

Und ebendieses Gold feierte Schmidhofer auf dem Kulm Platz von St. Moritz am Dienstagabend nun mit einem "Luftsprung". Als die Steirerin bei der Siegerehrung zur Medaillenvergabe aufgerufen wurde, machte sie einen mächtigen Satz auf dem Podest. Die Goldmedaille erhielt sie von FIS-Präsident Gian Franco Kasper, auch ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel gratulierte auf der Bühne. Unter den vielen Zuschauern weilten Schmidhofers Eltern Barbara und Hannes sowie der Fanclub und einige Teamkolleginnen wie Michaela Kirchgasser. Schmidhofer hatte zwei Glücksbringer an ihre Jacke geheftet und sang bei der Bundeshymne andächtig mit. Intoniert wurde diese von einem Kinderchor.

Die rührenden Szenen von "Gold-Nici" mit ihren Eltern sehen Sie HIER im Video!

Florian Gröger, Kronen Zeitung/AG/red

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